London gehört zu den spannendsten, aber auch teuersten Städten Europas. Mit etwas Planung lässt sich der Aufenthalt jedoch deutlich günstiger gestalten. Im Folgenden findet ihr Tipps und Hinweise, wie ihr bei Transport, Unterkunft und Programm sparen könnt – ohne auf das London-Erlebnis zu verzichten. (Stand 05/2025)
Transport – wie komme ich von A nach B?
Der Weg zum Hotel – Flug und Flughafentransfer
Ihr könnt auf die verschiedensten Arten und Weisen nach London gelangen. Neben einer Busreise inkl. Fährfahrt oder Tunnelquerung (z.B. mit Flixbus), gibt es z.B. ab dem Ruhrgebiet bzw. Köln oder Amsterdam auch den Eurostar (–> Streckennetz), der euch auf der Schiene in die Britische Hauptstadt bringt. Wenngleich das auch gute und vor Allem ökologisch sinnvollere Möglichkeiten sind, seid ihr mit günstigen Flügen in Sachen Budget auf der besseren Seite (wenngleich die Zeiten derFlüge für 10-20€ auch vorbei sind). Vor allem die Billigfluglinien, wie Eurowings, Ryan Air oder Easy Jet bedienen viele deutsche Flughäfen. Vor Allem, wenn ihr zeitlich flexibel seid, könnt ihr entweder über die Homepages der Airlines oder eingängige Portale wie etwa Google Flight, Swodoo oder fluege.de zu sehr günstigen Konditionen buchen. Auch die Webseite/App Skyscanner ist dabei hilfreich. Dabei gilt grundsätzlich: Je näher man an das Flugdatum rückt, desto teurer wird der Flug. Es sei denn, man bucht ganz kurzfristig. Da werden manchmal unbesetzte Plätze sehr preiswert angeboten. Hierbei lohnt es sich manchmal, einen Flug bei google flights beobachten zu lassen. Ihr erhaltet dann eine Mitteilung, wenn sich der Preis ändert.
Es lohnt sich aber, genau hin zu schauen. Die Billigflieger berechnen mittlerweile Aufschläge für Handgepäck (schnell 20€ pro Teil und Flug). Zudem bedienen vor Allem Easy Jet und Ryan Air Flughäfen weiter außerhalb, wodurch ihr Zusatzkosten für den Transport in die Stadt habt. British Airways ist zwar etwas teurer, hat aber Handgepäck inklusive und landet in Heathrow. Da muss man rechnen.
Der Vorteil am Flughafen Heathrow (British Airways oder Eurowings) ist, dass ihr mit der U-Bahn (Piccadilly Line) in die Stadt fahren könnt und die Reisekosten (derzeit £ 5,60) auf das Tageslimit der Tube-Kosten (siehe weiter unten) angerechnet wird. Busse ab Gatwick (Easy Jet) oder Stansted (Ryan Air) starten bei £12 (eine Übersicht findet ihr in diesem Beitrag)
Sich in London bewegen
Unabhängig davon, dass der Straßenverkehr in London die Hölle ist und man allein deshalb auf ein Uber oder die klassischen schwarzen Taxis verzichten sollte, gibt es deutlich günstigere Alternativen.
Bus und Tube
Der erste und naheliegendste Tipp ist natürlich: Nutzt den ÖPNV – Tube und Bus. Dabei solltet ihr nicht eine one day travelcard oder Einzeltickets nutzen, sondern entweder auf eine Oystercard (Prepaidkarte) zurückgreifen, die ihr immer wieder mit Guthaben aufladen könnt. Oder ihr nutzt stattdessen (und spart auch die 7 Pfund Gebühr für die Oystercard selber) eine Kreditkarte ohne hohe Auslandgebühren. So eine mitzuführen ist sowieso mehr als sinnvoll, wenn nicht sogar notwendig (s. Beitrag Bezahlen in London). Mit diesen Karten könnt ihr euch sowohl in den Bussen, als auch den U-Bahnen, der Overground und der Dockland Light Railway „ein-tappen“. Die Fahrtkosten werden automatisch gebucht und haben eine Grenze (daily cap) von maximal derzeit £ 8.90 pro Tag in den Zonen 1&2. Etwas günstiger sind die Busse. Hier habt ihr nach dem Bezahlen von £ 1,75 eine Stunde Zeit zu fahren. Der daily cap liegt hier bei lediglich £ 5,25 (Preisübersicht über alle verfügbaren Tarife) (Beitrag: Bus oder U-Bahn?)
🚇 ÖPNV auf einen Blick
| Karte/Option | Kosten | Vorteil |
|---|---|---|
| Oystercard | £7 Pfand + Guthaben | klassisch, für längere Aufenthalte |
| Contactless Card | kein Pfand | einfach mit Kreditkarte einchecken |
| Daily Cap | £8.90 (Zonen 1–2) | nie mehr als diesen Tagespreis |
| Bus Cap | £5.25 | unbegrenzt fahren mit Bus/U-Bahn |
| Tipp: | Vermeide Einzeltickets und Travelcards! |
Per Rad und zu Fuß
Ansonsten gibt es weitere günstige Möglichkeiten. Die Santander-Cycles stehen etwa an jeder Ecke und mit der passenden App könnt ihr günstig in London Fahrrad fahren. Das alleine ist bei dem vorherrschenden Linksverkehr schon eine spannende Angelegenheit. Das Abenteuer kostet dabei jede halbe Stunde (Stand 05/2025) £ 1,65. Jede weitere angefangene halbe Stunde ebenso. Allerdings: Ihr könnt für £ 3 Tagespässe erwerben, mit denen ihr unbegrenzt Halbstundentouren machen könnt. Ihr müsst nur vor Ablauf der 30 Minuten das Fahrrad wieder zurück gegeben haben. Dann nehmt ihr das nächste Bike vom Sammelpunkt und weiter geht´s. Hier hat Visit London eine gute Zusammenfassung geschrieben. Und natürlich gibt es auch die passende App zum Fahrrad – sowohl für Android, als auch für Apple.
Auch zu Fuß zu gehen ist nicht verkehrt. In der City of London, wo sich die meisten klassischen Touristenhighlights befinden, sind die Entfernungen nicht so riesig. Fragt mal euren Routenplaner (z.B. google) danach. Zudem hat der Transport for London (TfL) eine schicke U-Bahn-Karte herausgebracht, die anzeigt, wie lange man zu Fuß von einer U-Bahn-Haltestelle zur anderen benötigen würde.








Wohnen
Das Wohnen ist in London nicht ganz preiswert. Wenn ihr etwas Geld sparen wollt, könnt ihr das entweder über die Lage oder die Qualität der Unterkunft erreichen.
Lage, Lage, Lage
Wer weiter außerhalb übernachtet, wohnt in London meist günstiger. Trotzdem ist man dort verkehrsgünstig angebunden – auch ohne Zimmer in Covent Garden oder Westminster. Doch Vorsicht: Stadtteile wie (South) Kensington oder die In-Viertel rund um Shoreditch sind teuer. Etwas günstiger wird es in Camden, Clerkenwell oder Hampstead. Auch in Hackney oder Hammersmith findet man passende Unterkünfte. Gute Mittelklassehotels kosten im Doppelzimmer oft zwischen 100 und 150 Pfund pro Nacht.
Hier eine Übersicht der Londoner Stadtviertel von Peter Fitzgerald / Wikimedia:
Wo will ich schlafen?
Hotelpreise zu vergleichen, lohnt sich immer. London bietet eine riesige Auswahl – von günstig bis luxuriös. Preiswerte Hotels gibt es reichlich, doch die Qualität schwankt stark. Manche Unterkünfte sind schlicht, andere leider heruntergekommen. Viele denken deshalb an Airbnb als Alternative. Das kann funktionieren, besonders außerhalb des Zentrums. Allerdings häufen sich Berichte über kurzfristige Absagen, wenn Gastgeber höhere Preise erzielen können. In solchen Fällen bleibt oft nur ein teureres Hotel.
Eine gute Option können Hostels sein. Sie richten sich zwar meist an jüngere Reisende oder Backpacker, bieten aber günstige Übernachtungen ab etwa 20 Pfund pro Nacht. Auch Twin- oder Doppelzimmer sind oft preiswerter als Hotelzimmer, wenn auch einfacher ausgestattet. Eine bekannte Plattform ist Hostelworld. Auch bei großen Vermittlern wie Booking oder Expedia findet ihr zahlreiche Hostels.
Früher galten auch Pubs als Geheimtipp für günstige Übernachtungen. Einige bieten noch immer einfache Zimmer zu fairen Preisen, vor allem außerhalb des Zentrums. In den Zonen 1 & 2 sind viele Pubs jedoch mittlerweile auf ein exklusiveres Publikum ausgerichtet. Wer gezielt suchen möchte, wird auf Stayinapub.co.uk fündig.
Wer lieber klassische Hotels bevorzugt, wird ebenfalls fündig. Günstige Ketten wie Travelodge (mein Favorit: Travelodge King’s Cross Royal Scot), Z Hotels, Premier Inn oder Point A Hotels bieten einfache, saubere Zimmer zu vernünftigen Preisen. Die Zimmer sind oft klein, dafür aber über ganz London verteilt – auch in beliebten Gegenden. Im Gegensatz zu vielen kleinen Privatunterkünften bieten Hotelketten meist einen verlässlichen Standard bei Sauberkeit, Service und Frühstück.
🏘️ Preiswerte Viertel in London
| Viertel | Charakter | Preisniveau |
|---|---|---|
| Camden | alternativ, lebendig | mittel |
| Clerkenwell | zentral, ruhig | mittel |
| Hackney | kreativ, jung | günstig–mittel |
| Hammersmith | westlich, familienfreundlich | günstig |
| Kensington/Shoreditch | „posh“ bzw. trendig | teuer |
Wie kann ich beim Hotel noch sparen?
Ein wichtiger Tipp zum Schluss: Wenn ihr auf großen Buchungsportalen ein gutes Angebot findet, schaut zusätzlich auf der Website des Hotels selbst nach. Häufig sind die Konditionen dort besser. Ihr bezahlt entweder weniger, bekommt ein kostenloses Frühstück oder profitiert von flexibleren Stornobedingungen.
Auch der Reisezeitraum beeinflusst den Preis deutlich. Besonders teuer sind die Monate April, Mai, September und Oktober. Günstiger reist ihr im August sowie in den Wintermonaten von Dezember bis Februar. Ebenso spielen die Wochentage eine Rolle: Donnerstags bis samstags sind Hotelzimmer meist am teuersten, während sonntags und montags häufig attraktive Preise zu finden sind. Wer also flexibel ist, spart mit einem Aufenthalt von Sonntag bis Mittwoch oft viel Geld.
Fazit: Die größten Kosten einer Londonreise sind Flug und Unterkunft. Es lohnt sich, beides separat zu buchen und nicht ausschließlich auf Portale wie booking.com oder lastminute.com zu setzen. Achtet auf Reisezeit und Wochentag – wer antizyklisch plant, reist deutlich günstiger.





Essen und Trinken
Die Verpflegung während einer Reise ist immer ein wichtiger Punkt. Oft denkt man, dass große Ketten wie McDonald’s, Pizza Express oder das an jeder Straßenecke verfügbare Prêt à Manger mit gleichbleibender Qualität günstige Mahlzeiten anbieten. Und dass es sich eher lohnt, dort zu essen, als möglicherweise eine unangenehme Überraschung zu erleben.
Das stimmt allerdings nur bedingt. Ein Quarter Pounder Menü (Hamburger Royal Käse) kostet inzwischen rund £12 – bei anderen Ketten sieht es ähnlich aus. Für diesen Betrag lässt sich schon deutlich mehr anfangen. Die folgenden Tipps sind nicht neu oder besonders kreativ, aber sie funktionieren.
Geht auf einen der zahlreichen Streetfood-Märkte
Streetfood ist in London ein großes Thema. Überall in der Stadt findet ihr Märkte mit unterschiedlichsten Angeboten. Der bekannteste ist sicherlich der Borough Market südlich der Themse. Hier gibt es nicht nur frische Lebensmittel, sondern auch ein umfangreiches Streetfood-Angebot – allerdings zu Hotspot-Preisen. Etwas günstiger und vielfältiger ist der Camden Market im Norden. Weitere empfehlenswerte Alternativen sind der Maltby Street Market, der Seven Dials Market in Covent Garden, den Southbank Center Food Market in der Nähe des London Eyes oder – mein aktueller Favorit und noch Geheimtipp – der Leather Lane Market in Farringdon. Die Website Secret London hat außerdem 26 empfehlenswerte Streetfood-Märkte in der ganzen Stadt zusammengestellt – reinschauen lohnt sich!
Auf all diesen Märkten findet ihr günstiges Essen aus aller Welt – von äthiopisch bis mexikanisch, von indisch bis englisch. Das Essen ist frisch, lecker und perfekt für unterwegs.
Wichtig: Streetfood-Märkte sind nicht mit Foodhalls zu verwechseln. In Foodhalls gibt es zwar oft sehr gutes Essen, doch die Preise liegen meist etwas höher als auf den Märkten und bewegen sich näher am Restaurantniveau.
Restaurants, Pubs und Sandwiches
Wenn ihr lieber drinnen essen möchtet, lohnt sich ein Abstecher nach Chinatown. Abseits der Hauptstraße findet ihr zahlreiche hervorragende und preiswerte chinesische Restaurants. Auch die Bäckereien dort bieten köstliche Sandwiches und Kuchen (s. Beitrag China Town Bakery). Ähnlich gut und günstig sind die indischen und pakistanischen Lokale in der Brick Lane. Hier lohnt es sich, Preise zu vergleichen und – falls möglich – etwas zu verhandeln.
Sandwiches sind ebenfalls ein Thema für sich. Neben den bekannten Meal Deals, die ihr in fast jedem Supermarkt findet (Tipp: Meidet die ganz kleinen Sainsbury’s Locals oder Tescos – in den größeren Filialen ist es deutlich günstiger!), gibt es viele eigenständige Sandwichläden. Für etwa £8 bekommt ihr dort meist ein Sandwich, ein Getränk und einen Snack. Ein beliebter Neuzugang ist Sandwich Sandwich – zu Recht gehypt, wie ich finde. Für rund £10 bekommt ihr hier riesige, frische Sandwiches, die locker für zwei Mahlzeiten reichen. Empfehlenswert ist auch Frank’s Café in Kensington. Mit Google Maps findet ihr schnell viele weitere Sandwichläden in ganz London.
Sandwiches bekommt ihr übrigens auch in vielen Pubs. Zwar sind die Preise dort gestiegen, aber besonders sonntags gibt es oft noch einen bezahlbaren „Sunday Roast“ – ein klassisches britisches Gericht mit Braten, Sauce, Gemüse und Yorkshire Pudding. Eine besonders günstige Pub-Kette ist Wetherspoons. Sie betreibt landesweit Lokale – in London aktuell 108. Bestellt und bezahlt wird bequem per App. Die Meinungen über die Kette gehen auseinander – am besten, ihr bildet euch selbst eine Meinung.
In der Preisklasse zwischen £12 und £15 liegen auch viele Fish-and-Chips-Restaurants. Dort bekommt ihr oft hervorragende Portionen mit frischem Fisch in knusprigem Teig. Einige meiner Favoriten habe ich hier zusammengefasst.
Ein weiteres Highlight ist das Café in the Crypt unter der Kirche St. Martin-in-the-Fields, direkt am Trafalgar Square. In diesem besonderen Ambiente bekommt ihr gutes, ehrliches Essen zu fairen Preisen. Der Erlös kommt karitativen Projekten zugute, die Bedürftige unterstützen. Weitere Informationen findet ihr hier.
Grundsätzlich gilt: Je touristischer die Gegend, desto teurer und oft auch schlechter das Essen. Verlasst die Hauptstraßen und erkundet die kleineren Seitenstraßen – dort warten meist die spannenderen und authentischeren Lokale. In der Nähe der Westminster Abbey ist beispielsweise der Strutton Ground eine tolle Food-Meile mit vielen guten und preiswerten Angeboten.











Programm
Die größten Posten des Budgets haben wir mittlerweile abgefrühstückt. Aber neben Wohnen, Transport und Essen, möchte man ja durchaus etwas in der Stadt erleben. Und hier gilt: Es gibt viele Sehenswürdigkeiten, die unglaublich teuer sind (schnell £20 und mehr). Aber es gibt mindestens genau so viele günstige bis kostenlose Alternativen.
Teure Klassiker… und wie man sie günstiger bekommt.
Die touristischen Klassiker sind nicht ganz günstig. Ihr werdet selten weniger als £15 zahlen – auch mit Schüler- oder Studentenausweisen. Ihr solltet euch überlegen, ob ihr diese (vermeintlichen) Highlights besuchen wollt oder vielleicht euch vielleicht eins herauspickt. Hier ein paar Beispiele:
- Tower of London: £34.80 (ab 18 Jahre, davor die Hälfte)
- London Eye: £29 (Standardticket online)
- Westminster Abbey: £30 (bis 18 Jahre nur £13)
- St. Paul´s: £25 (Kinder £10)
- Madame Tussauds: £29
- Observatory und 0-Meridian: ab £20
- Musicalkarte: ab £30 (oft mit eingeschränkter Sicht)
- The Dare Skywalk im Tottenham Stadion: ab £36
- …
In diesen Preiskategorien spielen die meisten großen Attraktionen mit. Wollt ihr darauf nicht verzichten, gibt es immer wieder Möglichkeiten, das Ganze etwas günstiger zu gestalten.
Nummer eins wäre die Nutzung eines der großen Sightseeingpässe. Beim London Pass könnt ihr tageweise den Eintritt in wirklich viele der Attraktionen kaufen, beim Go City London Pass könnt ihr eine gewisse Anzahl an Attraktionen ohne zeitliche Begrenzung erwerben (naja… man hat, glaube ich, ein Jahr Zeit….). Für beide Pässe gilt aber: Je mehr Tage/Attraktionen, desto günstiger. Zudem solltet ihr beim London-Pass täglich bestenfalls drei Angebote wahrnehmen, beim City Pass lohnen sich nur die wirklich teuren Attraktionen. Das müsst ihr euch durchrechnen und überlegen, ob ihr so viel am Stück sehen wollt.
Kommt ihr mit dem Zug nach London oder nutzt ihr diesen bei der Abfahrt, so könnt ihr mit den Tickets (nur National Rail, Standsted Express oder Thameslink! Nicht U-Bahn!) viele 2 für 1 – Angebote in Anspruch nehmen. Darunter befinden sich viele der Top-Attraktionen – aber auch Restaurants, Ausstellungen oder etwa die Miete von Fahrrädern. Hier gibt´s eine Übersicht… Manchmal lohnt es sich sogar, ein Zugticket für eine Haltestelle zu buchen, um die 2 für 1 – Angebote nutzen zu können.
Wichtig ist auch: Egal, was ihr euch herausgesucht habt, bucht eure Tickets online vor. Zum Einen ist es in aller Regel günstiger als an der Tageskasse vor Ort. Zum Anderen sind viele Tickets zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich teuer. So müsst ihr für viele Attraktionen am Wochenende deutlich mehr investieren als in der Woche. Aber auch über den Tag verändern sich die Preise.
💰 Teure Klassiker & Sparoptionen
| Attraktion | Preis | Spartipp |
|---|---|---|
| Tower of London | £34.80 | London Pass oder 2-for-1-Angebote |
| London Eye | £29 | Online vorbuchen, Nebenzeiten wählen |
| Westminster Abbey | £30 | Schüler £13, Tickets online |
| St. Paul’s Cathedral | £25 | Früh oder spät günstiger |
| Musical | ab £30 | Resttickets am Leicester Square |
| Tipp: | Rail 2-for-1: Mit Zugticket viele Attraktionen 2x zum Preis von 1! |






Kostenlos und gut
Das komplette Gegenteil zu den teuren Klassikern sind die kostenlosen Möglichkeiten, die London einem bietet. Und man wundert sich: Wenn man nicht das ganz klassische Touristenprogramm durchzieht gibt es einiges, was die Stadt einem gratis bereit hält. Eine Übersicht erhaltet ihr z.B. auf Visit London: 101 free things to do in London.
Wenn ihr euch nicht durch die Seite arbeiten wollt, hier meine Ideen zu dem Thema:
Museen und Galerien
Das ist so schön an der Englischen Hauptstadt: Kultur ist weitgehend kostenlos. Zumindest, wenn es um Ausstellungen und Museen geht. Die öffentliche Hand leistet sich jede Menge Institutionen von höchster Qualität und Weltruhm.
Zu den großartigsten Museen gehören:
- Natural History Museum (inkl. großer Dinosaurierausstellung)
- Science Museum (etwas für Technik- und Wissenschaftsfans)
- Victoria & Albert Museum (kulturhistorisches Museum)
- British Museum (Archäologie)
- Museum of the Docklands (Museum rund um den ehemaligen Hafenbezirk)
- London Canal Museum
- Hunterian Museum (anatomische Präparate und Chirurgie)
- Museum of Freemansonry (Freimaurermuseum)
- Young V&A (Museum für Kinder)
- Design Museum (klein aber gut!)
- Wellcome Collection (Wissenschaft und Medizin)
- Imperial War Museum (Geschichte der modernen Kriegsführung)
- Army Museum
- National Maritime Museum (rund um die Schiffahrt)
- Sir John Soane´s Museum (Architektur)
- Bank of England Museum
- …
Weitere Museen findet ihr auf der oben stehenden Liste von Visit London. Mit diesen hier kommt ihr aber schon wirklich weit. Kunstausstellungen von Weltruhm findet ihr z.B. hier:
- Tate Britain
- Tate Modern (Moderne Kunst an der Millennium Bridge)
- National Gallery (die großen Meister und Klassiker)
- Guildhall (Britische Kunst)
- Wallace Collection
- Whitechapel Gallery
- Serpentines Galleries im Hyde Park
- …
Ihr seht: Bei der Wahnsinnsauswahl könnt ihr locker mehrere Besuche nur mit Kultur bestücken.











Schlendern und genießen
Schlendern und genießen ist für mich in London immer wieder ein wichtiges Thema. Und es lohnt sich auch. Viele Top-Sehenswürdigkeiten sind auch von außen imposant, viele will man „einfach mal gesehen haben“. Hier ein paar Vorschläge für spannende Spaziergänge:
Klassische Sehenswürdigkeiten: Startet beim Marble Arch, geht dann durch den Hyde Park zum Buckingham Palace, durch den St. James Park und die Mall hoch Richtung Tafalgar Square (hier ist auch die National Galery), die Parliament Street hinunter, an den Horseguards und Downing Street sowie verschiedenster Ministerien vorbei bis zum Parlament und Westminster Abbey. Von hier aus könnt ihr noch weiter machen, aber im Zweifel reicht das schon für einen Nachmittag.
Für einen Shopping-Spaziergang könnte auch Marble Arch der Ausgangspunkt sein. Von hier aus führ euch der Weg die Oxford Street, vorbei an Selfridges, entlang bis zum Outernet. Von dort aus über das Haus von Minalima durch Soho mit seinen Szene- und In-Läden sowie dem Traditionskaufhaus Liberties und über die Regent Street zum Piccadilly Circus. Ist euch das zu weit, startet einfach an der Oxford Street.
Weitere Spaziergänge findet ihr etwa in den folgenden Artikeln in diesem Blog: Halb London in einem Spaziergang / Southbank (mein Lieblings-Spaziergang am Südseite der Themse entlang!), vom Tower zu den Docklands oder dem Artikel über Little Venice. Darüber hinaus gibt es vom Transport for London eine tolle Seite mit Wanderrouten rund um London.
Und das führt mich zu einem weiteren Punkt: London hat jede Menge toller Parkanlagen, in denen man sich speziell im Sommer extrem gut aufhalten kann. Jeder Park hat dabei seinen eigenen Reiz. Der Hyde Park hält mit der Serpentine und der Serpentine Gallery Einiges bereit. Auch Speaker´s Corner oder das Winter Wonderland sowie die Konzerte im Sommer machen den Hyde Park zum Erlebnis. Der angrenzende Kensington Garden besticht nicht nur durch seine Weite, sondern ist auch für den Kensington Palace und den Princess Diana Memorial Playground oder die Peter Pan – Statue bekannt (Hier findet ihr alle Royal Parks and Gardens). Etwas weiter außerhalb könnt ihr im Holland Park die japanische Gartenanlage „Kyoto Garden“ bewundern. Seid ihr Fans von klassischen Parkanlagen mit jeder Menge unterschiedlicher und beeindruckender Blumenkombinationen und -kompositionen, ist der Regents Park richtig für euch. Etwas außerhalb der Stadt erwarten euch z.B. auf dem Parliament Hill in Hampstead Heath ein toller Blick über die ganze Stadt (hier ein Übersicht über die kommunalen Parks der City of London) sowie mehrere Badeteiche.
Aber egal, was ihr macht. Ob ihr nun durch die Stadt wandert, oder lieber an der Themse oder im Grünen unterwegs seid. Nehmt euch Zeit und genießt die Atmosphäre der Stadt. Setzte euch auf eine Bank an der Themse und trinkt einen Kaffee, geht einfach mal in unbekannte Geschäfte abseits der großen Ketten um Neues zu sehen oder nehmt euch Zeit, die Gegend rund um die Märkte von Camden zu erkunden. Man muss nicht alles in einen Besuch packen. Kommt lieber noch einmal wieder
Hoch hinaus
Aber man kann durchaus noch andere Dinge erleben, als Kultur und Spaziergänge. Es haben sich in den letzten Jahren immer mehr Konkurrenzprodukte zu Aussichtsplattformen wie The Shard oder dem London Eye entwickelt. Neben dem eben schon erwähnten Parliament Hill, findet ihr alleine im Stadtteil Bank vier Möglichkeiten in Nachbarschaft zu einander. Der Klassiker ist Sky Garden in der Fenchurch Street. Aus dem 35. Stock habt ihr einen 360° Blick über die Stadt. Wichtig ist aber, sich rechtzeitig eines der kostenloses Tickets mit Timeslot zu buchen. die sind schnell ausverkauft. Dies gilt übrigens auch für The Horizon 22 , ein Aussichtspunkt, fast so hoch wie die Shard. Direkt nebenan findet ihr The Lookout. Die Aussichtsplattform im 50 Stock ist zwar 8 Stockwerke niedriger als die im Horizon 22, aber man kommt deutlich einfacher an die Tickets. Am wenigsten hoch ist der Garden at 120. Hier fahrt ihr zwar nur in die 15. Etage, aber euch empfängt ein toll angelegter Garten mit einem kleinen Café. Hier kann man super eine kleine Pause einlegen und die Aussicht genießen. Einen Überblick über „London von oben“ findest ihr übrigens in diesem Artikel.



Fazit
Natürlich gibt es noch viele andere Dinge, die das Budget nicht so sehr belasten: die Street Food Märkte, viele Drehorte von Harry Potter, wie das Gleis 9 3/4 im Bahnhof King´s Cross oder Leadenhall Market, ikonischen Landmarken wie die Tower- oder Milleniumsbridge und vieles Mehr. Visit London hat darüber hinaus noch schicke Zusammenstellungen für günstige Aktivitäten sowie weitere ganz gute Money Saving Tipps.
💷 Fazit – Infobox
💡 Die 5 goldenen Regeln für London on a Budget
- Früh buchen, aber flexibel bleiben.
- ÖPNV statt Taxi – Contactless spart Zeit & Geld.
- Streetfood & Supermarkt statt Restaurant.
- Kostenlose Kultur genießen – Museen & Parks.
- Antizyklisch reisen – So–Mi & Wintermonate sind Schnäppchenzeiten.
Bei allem muss man sagen, dass sich London durchaus günstig gestalten lässt. Wirklich billig wird es aber nie. Denn London ist und bleibt einfach eine der teuersten Städte Europas. Wenn ihr noch Erfahrungen oder Tipps habt, lasst sie doch gerne hier in den Kommentaren!
3 Kommentare zu „London on a budget – kann ich auch preiswert Urlaub machen?“