Das erste Mal in London?

Ihr seid dem Ruf der großen Stadt erlegen? Wollt das erste Mal nach London fahren? Gute Idee! In diesem Beitrag möchte ich euch ein paar Tipps geben, woran zu denken Sinn machen kann und was ggf. ein gutes Programm für eine erste Stippvisite sein kann.

Tower Bridge – Eines der Wahrzeichen Londons

Die Sache mit dem Geld…

Wenn ihr noch keine habt, macht es in London und für die Vorbereitung Sinn, eine Kreditkarte sein Eigen zu nennen. Mit den richtigen Karten ist sowohl das Abheben von Geld, als auch das Bezahlen im Ausland weitgehend kostenfrei. Die Reise lässt sich gut mit einer solchen Karte bezahlen, aber auch in England ist das Bezahlen mittels Contactless Pay inzwischen sehr weit verbreitet. Checkt mal die Tests, etwa von check24 oder anderen Vergleichsportalen. Ich selber habe mir jetzt die schwarze Visa-Card der Barclays Bank zugelegt und teste die beim nächsten Besuch. Aber es gibt viele andere Möglichkeiten…!

Ach ja… wenn ihr mit euren Karten in London Geld zieht (was wirklich die günstigste Variante ist!), achtet darauf, dass ihr an den Automaten die Option „without conversion“ auswählt. Ansonsten erheben die englischen Banken Wechselgebühren!

Flug, Transport und Hotel

Transport von Luton – an besten mit der National Rail

Ich persönlich starte immer mit meinen Überlegungen, indem ich klar habe, wann und wie lange ich fliegen möchte. Bei solchen Städtetrips bieten sich 3-4 Übernachtungen ganz gut an. Ob ihr nun Hotel und Flug gemeinsam über ein Portal (ich hab schon fluege.de, expedia und Opopdo genutzt und es war immer ganz okay) oder Hotel und Flug unabhängig voneinander (etwa über ryanair.com oder easyjet.de und einem entsprechenden Portal) ist eigentlich egal. Ich fliege aber immer ganz gerne möglichst früh los und möglichst spät wieder ab, so dass Anfahrt und Abfahrt fast zwei komplette Tage darstellen. Späte Ankünfte und frühe Flüge nach Hause sind zwar deutlich billiger, aber man hat halt nichts von den Tagen. Ggf. muss man sich das gegenrechnen, ob eine Übernachtung im Hotel mehr günstiger ist als die besseren Flüge. Auch macht es Sinn zu überlegen, wie man in London wohnen will. Soll es ein Hotel sein (am besten in Zone 1 oder 2 der Tube)? Oder doch eine Ferienwohnung, respektive eine AirBnB-Unterkunft? Bei Hotels und auch den meisten Ferienwohnungen ist es auch kein Problem, vor dem offiziellen Check In das Gepäck aufbewahren zu lassen. Bei Air BnB ist das komplizierter, da die offiziellen Gepäckaufbewahrungsstellen recht teuer sind und auch nicht wirklich zahlreich – anders als früher, wo es Schließfächer an jedem größeren Bahnhof gab. Ihr findet bei visitlondon.com eine ganz gute Übersicht…

Im Vorfeld solltet ihr auch noch eure Transportmittel vom Flughafen buchen – zumindest, wenn ihr von Stansted, Gatwick oder Luton fahrt, bekommt man im Zweifel die günstigeren Tickets über die Homepages der Zuglinien oder Busanbieter. Ich empfehle dabei: Stansted Express, Thameslink nach Gatwick und einen regulären Zug nach Luton. Die sind meiner Meinung nach ein guter Kompromiss aus günstigem Fahren und schneller Ankunft. Günstiger sind aber natürlich die Buslinien (Tickets gibt´s an den Flughäfen selber).

Woran man vorher sonst noch denken sollte

Bevor man sich um das Programm kümmert, sollte man ein paar Dinge im Kopf behalten, bzw. abhaken:

  • Ist mein Ausweis noch gültig? [keiner weiß, wie es nach dem Brexit weitergeht…]
  • Habe ich einen Adapter für englische Steckdosen?
  • Habe ich alle wichtigen Apps (z.B. Tubemap, Karte/Travelguide,…)
  • Habe ich die Gepäckrichtlinien der verschiedenen Airlines klar?
  • Weiß ich, wie ich meine Flüssigkeiten, Cremes und Pasten verpacken muss?
  • Habe ich ggf. eine Oyster-Card oder One Week Travel Card für Tube und Bus schon im Vorfeld organisiert?
  • Ist meine Kreditkarte gedeckt?
  • Habe ich passendes, bequemes Schuhwerk?
  • Hab ich meinen Fotoapparat, gopro oder Ähnliches bereit?

Das Programm:

Natürlich lässt London viel Raum um sich treiben zu lassen und sein Programm spontan zu bestimmen. Das ist auch gut so – vor Allem, wenn man das erste Mal fährt. Packt euer Programm nicht zu voll: ihr schafft ggf. eh nicht alles und es macht viel mehr Sinn, die Dinge entspannt anzugehen und das Flair der Stadt mitzubekommen als von Site zu Site zu hetzen.

Interessant sind natürlich die vielen kostenlosen und unfassbar gut gestalteten Museen und Galerien (meine Favoriten sind das Science Museum und die Tate Modern). Hier ist Spontanität auch ein gut machbar. Es gibt allerdings einige Sehenswürdigkeiten, die ich im Vorfeld planen würde. Und das hat folgend Gründe:

  1. Kommt ihr mit dem Zug nach London oder nutzt ihr diesen bei der Abfahrt, so könnt ihr mit den Tickets (nur National Rail, Standsted Express und Thameslink! Nicht U-Bahn!) viele 2 für 1 – Angebote in Anspruch nehmen. Darunter befinden sich viele der Top-Attraktionen – aber auch Restaurants, Ausstellungen oder etwa die Miete von Fahrrädern. Hier gibt´s eine Übersicht
  2. Auch ohne diese Angebote könnt ihr viele Attraktionen im Vorfeld online buchen. Einige sind mit einem Zeitfenster bei der Buchung versehen (z.B. Sky Garden oder London Eye) und bieten ggf. auch Fast Track Entries, wodurch das lästige Schlangestehen vermieden wird.
  3. Vielleicht ist ein Londonpass oder London City Pass etwas für euch. Dann solltet ihr in der Tat gut planen, was ihr euch in welcher Zeit vornehmt, so dass ihr die Angebote auch wirklich ausnutzen könnt und billiger Fahrt [sucht auch vorher nach Rabattangeboten]. Logischer Weise will man bei entsprechenden Prepaid-Pässen dann so viel wie möglich zu schaffen (mehr als 3 Attraktionen pro Tag ist aber nicht sinnvoll machbar). Da kann es nett sein, sich Punkte herauszusuchen, die dicht bei einander sind und man Fahrtzeiten vermeiden kann.
Auf dem Weg zum London Eye: Fast Track gebucht oder habt ihr Zeit mitgebracht?

Ansonsten: es gibt ja unfassbar viele Blogs, Vlogs, Tipps, Reiseführer, etc. Wühlt euch da durch und stellt euch ein schickes Programm zusammen. Es ist immer gut zu wissen, was man machen kann. Dann lässt es sich auch einfach von einem Plan abweichen 😊

Wenn ich da bin…

Dies ist eigentlich die Kategorie, in der ich alles Sonstige zusammenfasse…

  • Überlegt euch, wie ihr von A nach B kommt. Ich empfehle euch einen guten Mix aus Tube, Bus und Fuß, denn viele Sights sind gar nicht weit voneinander entfernt. Oft lohnt es sich eher von einer zur anderen Tube-Haltestelle zu laufen. Da ist man oft schneller, da der Weg in den Untergrund ja auch zurückgelegt werden muss…. Der Transport for London hat da eine hilfreiche Karte ins Netz gestellt, bei dem die Gehminuten von Haltestelle zu Haltestelle notiert sind. Lies auch hier weiter: Bus oder Tube?
  • Bewegt euch auf der Suche nach etwas zu Essen etwas abseits der großen Wege. Das ist zwar kein echter Geheimtipp, gilt das ja für jede Stadt, aber hier lassen sich schnell einige Pfund sparen und das Essen wird definitiv nicht schlechter. Achtet darauf, ob vllt. viele Londoner dort essen… (etwa Strutton Ground…). Toll an einem Sonntag ist auch immer der Sunday Roast in vielen Pubs (Sonntagsbraten). Das lohnt sich immer (meistens)!

Habt ihr sonst noch Anregungen für den ersten Trip? Habt ihr Erfahrungen gemacht, die ich hier aufnehmen soll? Lasst doch einfach nen Kommentar hier 🙂

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