London ist teuer – keine Frage.
Aber: Du musst kein Vermögen ausgeben, um die Stadt richtig zu erleben.

Ich war inzwischen mehrfach dort und habe gelernt, wo man problemlos sparen kann – und wo sich ein paar Pfund mehr wirklich lohnen.

In diesem Guide zeige ich dir meine besten Tipps für London mit kleinem Budget – von günstigen Flügen über clevere Unterkunftswahl bis hin zu richtig gutem, preiswertem Essen. (zuletzt aktualisiert 02/2026)

Inhalt:

  1. Die Top 5 Spartipps auf einen Blick
  2. Transport – wie komme ich von A nach B?
  3. Übernachten, ohne arm zu werden?
  4. Essen und Trinken
  5. Wie kann ich mein Programm günstig gestalten?
  6. Fazit

Die Top 5 Spartipps auf einen Blick

Wenn du günstig nach London fahren willst, solltest du ein paar grundlegende Dinge beherzigen. Die Top 5 sind:

  • Nutze Contactless statt Travelcard
  • Iss Streetfood statt Restaurant
  • Buche Sonntag–Mittwoch
  • Wohne außerhalb von Zone 1
  • Nutze kostenlose Museen

Im Folgenden findet ihr Tipps, wie ihr bei Transport, Unterkunft und Programm sparen könnt – ohne auf das London-Erlebnis zu verzichten.


Transport – wie komme ich von A nach B?

Günstig nach London kommen – Flug und Transfer

Ihr könnt auf die verschiedensten Arten und Weisen nach London gelangen. Neben einer Busreise inkl. Fährfahrt oder Tunnelquerung (z.B. mit Flixbus), gibt es z.B. ab dem Ruhrgebiet bzw. Köln oder Amsterdam auch den Eurostar (–> Streckennetz), der euch auf der Schiene in die Britische Hauptstadt bringt. Wenngleich das auch gute und vor Allem ökologisch sinnvollere Möglichkeiten sind, seid ihr mit günstigen Flügen in Sachen Budget auf der besseren Seite (wenngleich die Zeiten derFlüge für 10-20€ auch vorbei sind).

So komme ich an günstige Flüge

Vor allem die Billigfluglinien, wie Eurowings, Ryan Air oder Easy Jet bedienen viele deutsche Flughäfen. Vor Allem, wenn ihr zeitlich flexibel seid, könnt ihr entweder über die Homepages der Airlines oder eingängige Portale wie etwa Google Flight, Swodoo oder fluege.de zu sehr günstigen Konditionen buchen. Auch die Webseite/App Skyscanner ist dabei hilfreich.

Dabei gilt grundsätzlich: Je näher man an das Flugdatum rückt, desto teurer wird der Flug. Es sei denn, man bucht ganz kurzfristig.

Da werden manchmal unbesetzte Plätze sehr preiswert angeboten. Lasst einen Flug bei google flights beobachten. Ihr erhaltet dann eine Mitteilung, wenn sich der Preis ändert.

💡 Spartipp:
Buche früh, aber nicht zu früh – 6–10 Wochen vorher ist oft ideal

Warum Billigflieger nicht immer günstig sind – Hidden Costs

Es lohnt sich aber, genau hin zu schauen. Die Billigflieger berechnen mittlerweile Aufschläge für Handgepäck (schnell 20€ pro Teil und Flug). Zudem bedienen vor Allem Easy Jet und Ryan Air Flughäfen weiter außerhalb, wodurch ihr Zusatzkosten für den Transport in die Stadt habt. British Airways ist zwar etwas teurer, hat aber Handgepäck inklusive und landet in Heathrow. Da muss man rechnen.

Der Vorteil am Flughafen Heathrow (British Airways oder Eurowings) ist, dass ihr mit der U-Bahn (Piccadilly Line) in die Stadt fahren könnt und die Reisekosten (derzeit £ 5,60) auf das Tageslimit der Tube-Kosten (siehe weiter unten) angerechnet wird.

Die Flughäfen Gatwick (Easy Jet) oder Stansted (Ryan Air) sind deutlich weiter weg. Kosten für den Bustransfer starten bei £12.

Eine Übersicht zum Thema Flughafentransfers findet ihr in diesem Beitrag.

💡 Spartipps: Vermeide den Heathrow Express – er ist völlig überteuert. Zusatzkosten machen Billigflieger fast so teuer wie klassische Airlines!

ÖPNV richtig nutzen (wichtiger Tipp!)

Bewegt ihr euch in London gilt: Nutzt keine Taxis! Die sind zwar kultig aber sprengen jedes Budget. Ihr könnt viel Geld sparen, wenn ihr schlau mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs seid. Die Zauberwörter sind „contactless“ und „daily cap„.

Bus und Tube

Der erste und naheliegendste Tipp ist natürlich: Nutzt den ÖPNV – Tube und Bus. Dabei solltet ihr nicht eine one day travelcard oder Einzeltickets nutzen, sondern entweder auf eine Oystercard (Prepaidkarte) zurückgreifen, die ihr immer wieder mit Guthaben aufladen könnt.

Oder ihr nutzt stattdessen (und spart auch die 7 Pfund Gebühr für die Oystercard selber) eine Kreditkarte ohne hohe Auslandgebühren. So eine mitzuführen ist sowieso mehr als sinnvoll, wenn nicht sogar notwendig (s. Beitrag Bezahlen in London). Mit diesen Karten könnt ihr euch sowohl in den Bussen, als auch den U-Bahnen, der Overground und der Dockland Light Railway „ein-tappen“.

Die Fahrtkosten werden automatisch gebucht und haben eine Grenze (daily cap) von maximal derzeit £ 8.90 pro Tag in den Zonen 1&2. Etwas günstiger sind die Busse. Hier habt ihr nach dem Bezahlen von £ 1,75 eine Stunde Zeit zu fahren. Der daily cap liegt hier bei lediglich £ 5,25 (Preisübersicht über alle verfügbaren Tarife). Du zahlst also automatisch immer den günstigsten Tarif.

🚇 ÖPNV auf einen Blick

Willst du Genaueres zum ÖPNV, der Struktur und den Kosten erfahren, schaue in diesen Beitrag: Mit Bus und Bahn in der Stadt unterwegs – ein Überlick.

Zu Fuß und per Fahrrad

Die Santander-Cycles stehen etwa an jeder Ecke und mit der passenden App könnt ihr günstig in London Fahrrad fahren. Das alleine ist bei dem vorherrschenden Linksverkehr schon eine spannende Angelegenheit.

Kosten
30 Minuten£ 1,65
Tagespass £ 3

Tagespass heißt: unbegrenzte Halbstundentouren.
Wichtig: vor Ablauf der 30 Minuten das Fahrrad wieder zurück gegeben haben. Dann nehmt ihr das nächste Bike vom Sammelpunkt und weiter geht´s
.

Hier hat Visit London eine gute Zusammenfassung geschrieben. Und natürlich gibt es auch die passende App zum Fahrrad – sowohl für Android, als auch für Apple.

Auch zu Fuß zu gehen ist nicht verkehrt. In der City of London, wo sich die meisten klassischen Touristenhighlights befinden, sind die Entfernungen nicht so riesig. Fragt mal euren Routenplaner (z.B. google) danach. Zudem hat der Transport for London (TfL) eine schicke U-Bahn-Karte herausgebracht, die anzeigt, wie lange man zu Fuß von einer U-Bahn-Haltestelle zur anderen benötigen würde.


Übernachten, ohne arm zu werden?

Das Wohnen ist in London nicht ganz preiswert. Wenn ihr etwas Geld sparen wollt, könnt ihr das entweder über die Lage oder die Qualität der Unterkunft erreichen.

Welche Stadtteile sind günstig?

Wer weiter außerhalb übernachtet, wohnt in London meist günstiger. Trotzdem ist man dort verkehrsgünstig angebunden – auch ohne Zimmer in Covent Garden oder Westminster. Doch Vorsicht: Stadtteile wie (South) Kensington oder die In-Viertel rund um Shoreditch sind teuer.

Etwas günstiger wird es in Camden, Clerkenwell oder Hampstead. Auch in Hackney oder Hammersmith findet man passende Unterkünfte. Gute Mittelklassehotels kosten im Doppelzimmer oft zwischen 100 und 150 Pfund pro Nacht.

Hier eine Übersicht der Londoner Stadtviertel von Peter Fitzgerald / Wikimedia:

Areas of Inner London

Hotel vs. Hostel vs. Airbnb

Hotelpreise zu vergleichen, lohnt sich immer. London bietet eine riesige Auswahl – von günstig bis luxuriös. Preiswerte Hotels gibt es reichlich, doch die Qualität schwankt stark. Manche Unterkünfte sind schlicht, andere leider heruntergekommen. Viele denken deshalb an Airbnb als Alternative. Das kann funktionieren, besonders außerhalb des Zentrums. Allerdings häufen sich Berichte über kurzfristige Absagen, wenn Gastgeber höhere Preise erzielen können. In solchen Fällen bleibt oft nur ein teureres Hotel.

Eine gute Option können Hostels sein. Sie richten sich zwar meist an jüngere Reisende oder Backpacker, bieten aber günstige Übernachtungen ab etwa 20 Pfund pro Nacht. Auch Twin- oder Doppelzimmer sind oft preiswerter als Hotelzimmer, wenn auch einfacher ausgestattet. Eine bekannte Plattform ist Hostelworld. Auch bei großen Vermittlern wie Booking oder Expedia findet ihr zahlreiche Hostels.

Früher galten auch Pubs als Geheimtipp für günstige Übernachtungen. Einige bieten noch immer einfache Zimmer zu fairen Preisen, vor allem außerhalb des Zentrums. In den Zonen 1 & 2 sind viele Pubs jedoch mittlerweile auf ein exklusiveres Publikum ausgerichtet. Wer gezielt suchen möchte, wird auf Stayinapub.co.uk fündig.

Wer lieber klassische Hotels bevorzugt, wird ebenfalls fündig. Günstige Ketten wie Travelodge (mein Favorit: Travelodge King’s Cross Royal Scot und Central City Road), Z Hotels, Premier Inn oder Point A Hotels bieten einfache, saubere Zimmer zu vernünftigen Preisen. Die Zimmer sind oft klein, dafür aber über ganz London verteilt – auch in beliebten Gegenden. Im Gegensatz zu vielen kleinen Privatunterkünften bieten Hotelketten meist einen verlässlichen Standard bei Sauberkeit, Service und Frühstück.

🏘️ Preiswerte Viertel in London

Spartipps für Hotels

Ein wichtiger Tipp zum Schluss: Wenn ihr auf großen Buchungsportalen ein gutes Angebot findet, schaut zusätzlich auf der Website des Hotels selbst nach. Häufig sind die Konditionen dort besser. Ihr bezahlt entweder weniger, bekommt ein kostenloses Frühstück oder profitiert von flexibleren Stornobedingungen.

Auch der Reisezeitraum beeinflusst den Preis deutlich. Besonders teuer sind die Monate April, Mai, September und Oktober. Günstiger reist ihr im August sowie in den Wintermonaten von Dezember bis Februar. Ebenso spielen die Wochentage eine Rolle: Donnerstags bis samstags sind Hotelzimmer meist am teuersten, während sonntags und montags häufig attraktive Preise zu finden sind. Wer also flexibel ist, spart mit einem Aufenthalt von Sonntag bis Mittwoch oft viel Geld.

💡 Meine Tipps: Die größten Kosten einer Londonreise sind Flug und Unterkunft. Bucht beides separat und nicht ausschließlich auf Portalen wie booking.com. Achtet auf Reisezeit und Wochentag – wer antizyklisch plant, reist deutlich günstiger.


Essen und Trinken

Die Verpflegung während einer Reise ist immer ein wichtiger Punkt. Oft denkt man, dass große Ketten wie McDonald’s, Pizza Express oder das an jeder Straßenecke verfügbare Prêt à Manger mit gleichbleibender Qualität günstige Mahlzeiten anbieten. Das stimmt allerdings nur bedingt. Ein Quarter Pounder Menü (Hamburger Royal Käse) kostet inzwischen rund £12 – bei anderen Ketten sieht es ähnlich aus. Für diesen Betrag lässt sich schon deutlich mehr anfangen. Die folgenden Tipps sind nicht neu oder besonders kreativ, aber sie funktionieren.

Grundsätzlich gilt: Je touristischer die Gegend, desto teurer und oft auch schlechter das Essen. Verlasst die Hauptstraßen und erkundet die kleineren Seitenstraßen – dort warten meist die spannenderen und authentischeren Lokale. In der Nähe der Westminster Abbey ist beispielsweise der Strutton Ground eine tolle Food-Meile mit vielen guten und preiswerten Angeboten.

Streetfood-Märkte

Einer meiner besten „Low Budget“-Momente war tatsächlich ein Streetfood-Markt – gutes Essen, Atmosphäre und deutlich günstiger als Restaurants.

Auf all diesen Märkten findet ihr günstiges Essen aus aller Welt – von äthiopisch bis mexikanisch, von indisch bis englisch. Das Essen ist frisch, lecker und perfekt für unterwegs.Meist seid ihr mit 8-13 Pfund dabei.

Der bekannteste ist sicherlich der Borough Market südlich der Themse. Hier gibt es nicht nur frische Lebensmittel, sondern auch ein umfangreiches Streetfood-Angebot – allerdings zu Hotspot-Preisen.

Etwas günstiger und vielfältiger ist der Camden Market im Norden. Weitere empfehlenswerte Alternativen sind der Maltby Street Market, der Seven Dials Market in Covent Garden, den Southbank Center Food Market in der Nähe des London Eyes oder – mein aktueller Favorit und noch Geheimtipp – der Leather Lane Market in Farringdon. Die Website Secret London hat außerdem 26 empfehlenswerte Streetfood-Märkte in der ganzen Stadt zusammengestellt – reinschauen lohnt sich!

👉 Wichtig: Streetfood-Märkte sind nicht mit Foodhalls zu verwechseln. In Foodhalls gibt es zwar oft sehr gutes Essen, doch die Preise liegen meist etwas höher als auf den Märkten und bewegen sich näher am Restaurantniveau.

Restaurants

Wenn ihr lieber drinnen essen möchtet, lohnt sich ein Abstecher nach Chinatown. Abseits der Hauptstraße findet ihr zahlreiche hervorragende und preiswerte chinesische Restaurants. Auch die Bäckereien dort bieten köstliche Sandwiches und Kuchen (s. Beitrag China Town Bakery). Ähnlich gut und günstig sind die indischen und pakistanischen Lokale in der Brick Lane. Hier lohnt es sich, Preise zu vergleichen und – falls möglich – etwas zu verhandeln.

In der Preisklasse zwischen £12 und £15 liegen auch viele Fish-and-Chips-Restaurants. Dort bekommt ihr oft hervorragende Portionen mit frischem Fisch in knusprigem Teig. Einige meiner Favoriten habe ich hier zusammengefasst.

Ein weiteres Highlight ist das Café in the Crypt unter der Kirche St. Martin-in-the-Fields, direkt am Trafalgar Square. In diesem besonderen Ambiente bekommt ihr gutes, ehrliches Essen zu fairen Preisen. Der Erlös kommt karitativen Projekten zugute, die Bedürftige unterstützen. Weitere Informationen findet ihr hier.

Sandwiches und Meal Deals

In eigentlich allen Supermärkten wie Tesco oder Sainsbury´s gibt es den Meal Deal. Für £5-8 bekommt ihr dort meist ein Sandwich, ein Getränk und einen Snack.

👉 Tipp: Meidet die ganz kleinen Sainsbury’s Locals oder Tescos – in den größeren Filialen ist es deutlich günstiger!

Ein beliebter Neuzugang ist Sandwich Sandwich – zu Recht gehypt, wie ich finde. Für rund £10 bekommt ihr hier riesige, frische Sandwiches, die locker für zwei Mahlzeiten reichen. Empfehlenswert ist auch Frank’s Café in Kensington. Mit Google Maps findet ihr schnell viele weitere Sandwichläden in ganz London.

Pubs

Sandwiches bekommt ihr übrigens auch in vielen Pubs. Zwar sind die Preise dort gestiegen, aber besonders sonntags gibt es oft noch einen bezahlbaren „Sunday Roast“ – ein klassisches britisches Gericht mit Braten, Sauce, Gemüse und Yorkshire Pudding. Eine besonders günstige Pub-Kette ist Wetherspoons. Sie betreibt landesweit Lokale – in London aktuell 108. Bestellt und bezahlt wird bequem per App. Die Meinungen über die Kette gehen auseinander – am besten, ihr bildet euch selbst eine Meinung.


Wie kann ich mein Programm günstig gestalten?

Die größten Posten des Budgets haben wir mittlerweile abgefrühstückt. Aber neben Wohnen, Transport und Essen, möchte man ja durchaus etwas in der Stadt erleben. Und hier gilt: Es gibt viele Sehenswürdigkeiten, die unglaublich teuer sind (schnell £20 und mehr).

Das Beste an London ist ab: es gibt mindestens genau so viele günstige bis kostenlose Alternativen.

Teure Klassiker… und wie man sie günstiger bekommt.

Die touristischen Klassiker sind nicht ganz günstig. Ihr werdet selten weniger als £15 zahlen – auch mit Schüler- oder Studentenausweisen. Ihr solltet euch überlegen, ob ihr diese (vermeintlichen) Highlights besuchen wollt oder vielleicht euch vielleicht eins herauspickt. Hier ein paar Beispiele:

  • Tower of London: £34.80 (ab 18 Jahre, davor die Hälfte)
  • London Eye: £29 (Standardticket online)
  • Westminster Abbey: £30 (bis 18 Jahre nur £13)
  • St. Paul´s: £25 (Kinder £10)
  • Madame Tussauds: £29
  • Observatory und 0-Meridian: ab £20
  • Musicalkarte: ab £30 (oft mit eingeschränkter Sicht)
  • The Dare Skywalk im Tottenham Stadion: ab £36

In diesen Preiskategorien spielen die meisten großen Attraktionen mit. Wollt ihr darauf nicht verzichten, gibt es immer wieder Möglichkeiten, das Ganze etwas günstiger zu gestalten.

Offensichtlich wäre die Nutzung eines der großen Sightseeingpässe. Beim London Pass könnt ihr tageweise den Eintritt in wirklich viele der Attraktionen kaufen, beim Go City London Pass könnt ihr eine gewisse Anzahl an Attraktionen ohne zeitliche Begrenzung erwerben (naja… man hat, glaube ich, ein Jahr Zeit….).

Für beide Pässe gilt aber: Je mehr Tage/Attraktionen, desto günstiger. Zudem solltet ihr beim London-Pass täglich bestenfalls drei Angebote wahrnehmen, beim City Pass lohnen sich nur die wirklich teuren Attraktionen. Das müsst ihr euch durchrechnen und überlegen, ob ihr so viel am Stück sehen wollt.

💡 Tipp: Vermeide teure Touristenpässe, wenn du nur wenige Attraktionen besuchst – sie lohnen sich oft nicht.

Kommt ihr mit dem Zug nach London oder nutzt ihr diesen bei der Abfahrt, so könnt ihr mit den Tickets (nur National Rail, Standsted Express oder Thameslink! Nicht U-Bahn!viele 2 für 1 – Angebote in Anspruch nehmen. Darunter befinden sich viele der Top-Attraktionen – aber auch Restaurants, Ausstellungen oder etwa die Miete von Fahrrädern. Hier gibt´s eine Übersicht… Manchmal lohnt es sich sogar, ein Zugticket für eine Haltestelle zu buchen, um die 2 für 1 – Angebote nutzen zu können.

👉 Wichtig: Bucht eure Tickets online vor.
Das ist in der Regel günstiger als an der Tageskasse. Viele Tickets sind zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich teuer. Am Wochenende müsst ihr oft mehr investieren als unter der Woche, und auch tagsüber ändern sich die Preise.

💰 Teure Klassiker & Sparoptionen

Kostenlos und gut

Das genaue Gegenteil der teuren Klassikern sind die kostenlosen Möglichkeiten in London. Wenn man nicht das klassische Touristenprogramm folgt, gibt es viele Dinge, die die Stadt gratis bietet. Eine Übersicht findet ihr auf Visit London: 101 free things to do in London.

Wenn ihr euch nicht durch die Seite arbeiten wollt, hier meine Ideen zu dem Thema:

Museen und Galerien

Das ist so schön an der Englischen Hauptstadt: Kultur ist weitgehend kostenlos. Zumindest, wenn es um Ausstellungen und Museen geht. Die öffentliche Hand leistet sich jede Menge Institutionen von höchster Qualität und Weltruhm.

Zu den großartigsten Museen gehören:

Weitere Museen findet ihr auf der oben stehenden Liste von Visit London. Mit diesen hier kommt ihr aber schon wirklich weit. Kunstausstellungen von Weltruhm findet ihr z.B. hier:

Ihr seht: Bei der Wahnsinnsauswahl könnt ihr locker mehrere Besuche nur mit Kultur bestücken. Meine Einsteigertipps: Tate Modern und das British Museum

Spaziergänge lohnen sich

Schlendern und genießen ist für mich in London immer wieder ein wichtiges Thema. Und es lohnt sich auch. Viele Top-Sehenswürdigkeiten sind auch von außen imposant, viele will man „einfach mal gesehen haben“. Hier ein paar Vorschläge für spannende Spaziergänge:

Klassische Sehenswürdigkeiten:
Startet beim Marble Arch, geht dann durch den Hyde Park zum Buckingham Palace, durch den St. James Park und die Mall hoch Richtung Tafalgar Square (hier ist auch die National Galery), die Parliament Street hinunter, an den Horseguards und Downing Street sowie verschiedenster Ministerien vorbei bis zum Parlament und Westminster Abbey. Von hier aus könnt ihr noch weiter machen, aber im Zweifel reicht das schon für einen Nachmittag.

Shopping-Spaziergang:
Startet ebenso am Marble Arch. Von hier aus führ euch der Weg die Oxford Street, vorbei an Selfridges, entlang bis zum Outernet. Von dort aus über das Haus von Minalima durch Soho mit seinen Szene- und In-Läden sowie dem Traditionskaufhaus Liberties und über die Regent Street zum Piccadilly Circus. Ist euch das zu weit, startet einfach an der Oxford Street.

Weitere Spaziergänge findet ihr etwa in den folgenden Artikeln in diesem Blog: Halb London in einem Spaziergang / Southbank (mein Lieblings-Spaziergang am Südseite der Themse entlang!), vom Tower zu den Docklands oder dem Artikel über Little Venice. Darüber hinaus gibt es vom Transport for London eine tolle Seite mit Wanderrouten rund um London.

Londoner Parks

Und das führt mich zu einem weiteren Punkt: London hat jede Menge toller Parkanlagen, in denen man sich speziell im Sommer extrem gut aufhalten kann. Jeder Park hat dabei seinen eigenen Reiz. Der Hyde Park hält mit der Serpentine und der Serpentine Gallery Einiges bereit. Auch Speaker´s Corner oder das Winter Wonderland sowie die Konzerte im Sommer machen den Hyde Park zum Erlebnis.

Der angrenzende Kensington Garden besticht nicht nur durch seine Weite, sondern ist auch für den Kensington Palace und den Princess Diana Memorial Playground oder die Peter Pan – Statue bekannt (Hier findet ihr alle Royal Parks and Gardens).

Etwas weiter außerhalb könnt ihr im Holland Park die japanische Gartenanlage „Kyoto Garden“ bewundern. Seid ihr Fans von klassischen Parkanlagen mit jeder Menge unterschiedlicher und beeindruckender Blumenkombinationen und -kompositionen, ist der Regents Park richtig für euch.

Etwas außerhalb der Stadt erwarten euch z.B. auf dem Parliament Hill in Hampstead Heath ein toller Blick über die ganze Stadt (hier ein Übersicht über die kommunalen Parks der City of London) sowie mehrere Badeteiche.

👉Mein Tipp: Egal, was ihr macht. Ob ihr nun durch die Stadt wandert, oder lieber an der Themse oder im Grünen unterwegs seid. Nehmt euch Zeit und genießt die Atmosphäre der Stadt.

Setzte euch auf eine Bank an der Themse und trinkt einen Kaffee, geht einfach mal in unbekannte Geschäfte abseits der großen Ketten um Neues zu sehen oder nehmt euch Zeit, die Gegend rund um die Märkte von Camden zu erkunden.

Man muss nicht alles in einen Besuch packen. Kommt lieber noch einmal wieder

Hoch hinaus – ganz kostenlos

Aber man kann durchaus noch andere Dinge erleben, als Kultur und Spaziergänge. Es haben sich in den letzten Jahren immer mehr Konkurrenzprodukte zu Aussichtsplattformen wie The Shard oder dem London Eye entwickelt.

Neben dem eben schon erwähnten Parliament Hill, findet ihr alleine im Stadtteil Bank vier Möglichkeiten in Nachbarschaft zu einander. Der Klassiker ist Sky Garden in der Fenchurch Street. Aus dem 35. Stock habt ihr einen 360° Blick über die Stadt. Wichtig ist aber, sich rechtzeitig eines der kostenloses Tickets mit Timeslot zu buchen. die sind schnell ausverkauft.

Dies gilt übrigens auch für The Horizon 22 , ein Aussichtspunkt, fast so hoch wie die Shard. Direkt nebenan findet ihr The Lookout. Die Aussichtsplattform im 50 Stock ist zwar 8 Stockwerke niedriger als die im Horizon 22, aber man kommt deutlich einfacher an die Tickets.

Am wenigsten hoch ist der Garden at 120. Hier fahrt ihr zwar nur in die 15. Etage, aber euch empfängt ein toll angelegter Garten mit einem kleinen Café. Hier kann man super eine kleine Pause einlegen und die Aussicht genießen. Einen Überblick über „London von oben“ findest ihr übrigens in diesem Artikel.

Natürlich gibt es noch viele andere Dinge, die das Budget nicht so sehr belasten: die Street Food Märkte, viele Drehorte von Harry Potter, wie das Gleis 9 3/4 im Bahnhof King´s Cross oder Leadenhall Market, ikonischen Landmarken wie die Tower- oder Milleniumsbridge und vieles Mehr.


Fazit

💡 Die 5 goldenen Regeln für London on a Budget

  1. Früh buchen, aber flexibel bleiben.
  2. ÖPNV statt Taxi – Contactless spart Zeit & Geld.
  3. Streetfood & Supermarkt statt Restaurant.
  4. Kostenlose Kultur genießen – Museen & Parks.
  5. Antizyklisch reisen – So–Mi & Wintermonate sind Schnäppchenzeiten.

London wird nie eine „billige“ Stadt sein – aber sie muss auch nicht unbezahlbar sein.

Mit den richtigen Entscheidungen kannst du hier eine großartige Zeit haben, ohne dein Budget zu sprengen.

Und ganz ehrlich: Gerade diese Mischung aus Sparen und Entdecken macht den Trip oft noch besser.

Visit London hat übrigens noch schicke Zusammenstellungen für günstige Aktivitäten sowie weitere ganz gute Money Saving Tipps.

Wenn ihr noch Erfahrungen oder Tipps habt, lasst sie doch gerne hier in den Kommentaren!

3 Kommentare zu „London günstig erleben: Die besten Tipps für Urlaub mit kleinem Budget

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