Fish & Chips gehören zu London, wie die Mantaplatte zum Ruhrgebiet. Trotzdem ist es gar nicht so leicht, wirklich gute Fish & Chips in London zu finden. Zwischen Touristenfallen und durchschnittlichen Imbissen gibt es einige Adressen, bei denen sich der Besuch wirklich lohnt. Hier stelle ich euch meine persönlichen Favoriten vor – getestet auf mehreren London-Reisen. (aktualisiert 07/2026)
Fish & Chips – eine Institution in GB
Doch wo bekommt man diese Britischen Klassiker in London qualitativ gut und vielleicht auch noch günstig? An dieser Stelle möchte ich meine bisherigen Imbiss-Favoriten kurz vorstellen. Hier habe ich immer ganz gut – und auch relativ günstig – gegessen. Denn eine vernünftige Mahlzeit bekommt ihr im Normalfall für zwischen 12 und 18 Pfund. Die Portionen sind meist groß und man wird gut und lange satt davon. Wenngleich man natürlich nicht auf den Gesundheitswert eines solchen Essens schauen darf. Dennoch bleiben Fish & Chips die Klassiker und beliebt sowohl bei Briten, als auch gleichermaßen bei Touristen.
💡 Was gehört eigentlich zu klassischen Fish & Chips?
Traditionell besteht das Gericht aus einem in Bierteig ausgebackenen Kabeljau (Cod) oder Schellfisch (Haddock), dicken Pommes, Erbsenmus (Mushy Peas) und Essig. Ketchup ist dagegen eher eine Touristenerscheinung.
The Seashell of Lisson Grove – Marylebone

Das Seashell of Lisson Grove ist bislang das beste Fish-&-Chips-Restaurant, das ich in London besucht habe. Und wenn mich jemand nach dem Fish-&-Chips-Laden in London fragt, ist das meistens meine erste Empfehlung. Seit 1964 ist der Laden eine Londoner Institution und auch bei den Locals sehr beliebt, denn es verbindet zwei Welten miteinander: einen klassischen Takeaway und ein richtiges Fischrestaurant. Entsprechend frisch schmeckt der Fisch auch.
Im Takeaway bekommt hier für 17 Pfund frische Filets von Schellfisch (haddock), Scholle (plaice) oder Kabeljau (cod). Das ist nicht ganz billig, aber qualitativ ist der Fisch hervorragend. Andere Gerichte (auch für Kinder) starten bei 5 Pfund, gebackener Lachs liegt bei etwa 19 Pfund.
Seit 1964 ist der Laden eine Londoner Institution und verbindet einen klassischen Take-away mit einem richtigen Fischrestaurant. Genau das merkt man auch der Speisekarte an. Das Angebot im Diner ist etwas extravaganter als in anderen Imbissen. So stehen etwa „fishcake“ oder „popcorn cod and chips“ auf dem Programm. Ich kann wirklich allen dieses Restaurant nur ans Herz legen. Alles ist sauber, es gibt viele Menschen, die dort ihr Essen holen und auch im Diner (und im Sommer davor) kann man sich entspannt hinsetzen und sein Essen genießen. Hier geht´s auch zu deren Instagram-Account: https://www.instagram.com/seashellrestaurant/




Ihr findet das Restaurant im Stadtteil Marylebone, genauer gesagt Lisson Grove. Die passende U-Bahnhaltestelle ist „Edgeware Road“ (Circle&District Line) oder Marylebone (Bakerloo Line), von der aus es noch ca. 10 Minuten zu Fuß sind.
2. Johnny´s Fish Bar – Bermondsey

Johnny’s ist genau das Gegenteil der Seashell. Kein schickes Restaurant, keine stylische Einrichtung, sondern ein ehrlicher Nachbarschafts-Imbiss in Bermondsey in der Nähe des Maltby Street Market, südlich der Tower Bridge (wart ihr schon einmal in der Tower Bridge Experience?). Wer sich vom ersten Eindruck nicht abschrecken lässt, bekommt hier erstaunlich gute Fish & Chips zu einem fairen Preis von zuletzt 10 bis 12 Pfund.
Auch bekommt ihr hier Kebab und alles mögliche Andere an Fast Food, aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen. Die Einrichtung scheint noch original aus den 80ern zu sein. Aber: Wenn man sein Essen mitnimmt, dann erhält man für ziemlich günstiges Geld einen erstaunlich guten Fisch. Die Pommes sind – je nach Tagesform – entweder super oder so lala. Im Schnitt passt es aber. In der Gegend handelt es sich auf jeden Fall um einen guten Imbiss. Da es bei der Bar leider an einer Homepage fehlt, muss man sich die entsprechenden Infos zusammengoogeln.


3. Golden Union – Soho
Das Golden Union steht in einer ähnlichen Tradition wie Johhny´s fish Bar. Auch hier findet man einen wirklich klassischen Fish&Chips-Shop, wie man ihn auch in den 80ern an jeder Ecke hätte erwarten können.
Der Unterschied liegt ein wenig in der Größe und der Möglichkeit im Haus zu essen (das Union hat wirklich viele Plätze), dem deutlich hochwertigeren Ambiente und natürlich dem Preis. Auch hier findet ihr verschiedene Fisch-Typen und Fisch-Nuggets, dazu die traditionell ungesalzenen Pommes. Die Portionsgrößen sind nicht so üppig, wie bei den anderen Imbissen, aber noch voll in Ordnung. Ein Essen startet bei 18 Pfund aufwärts – der Standard ist eher £ 21.
Das ist nicht zu letzt der Lage geschuldet. Ihr findet den Laden im Herzen des immer quirligen Sohos, dort dürften allein die Mieten fast unerschwinglich sein. Dennoch kann man hier nicht von einer Touristenfalle reden. Insgesamt ein „gut“. Es bietet sich an, den Laden z.B. mit einem Besuch im House of MinaLima, der Gibson Garage, China Town oder dem Outernet zu verbinden.
4. Honorable Mentions…
Natürlich gibt es auch noch andere wirklich gute Fish & Chips-Destinationen in London. Durchweg bekannt und mittlerweile über die halbe Stadt verteilt ist „Poppies„. Wahrscheinlich der bekannteste Fish-&-Chips-Laden Londons …und vermutlich auch der meistfotografierte.
Ausgehend von ihrem Stammhaus in der Nähe des Old Spitalfield Market, findet man mittlerweile drei Filialen: Old Spitalfields Market, Camden, Soho. Das Stammhaus gilt aber immer noch als eine der besten Adressen für Fisch mit Pommes.
Mittlerweile hat Poppies schon Kultstatus erreicht und das merkt man an den zahlreichen Touristen und dadurch auch an den Preisen. Günstig zu haben sind Fish and Chips dort nicht. Eine normale Portion mit Kabeljau liegt bei 22 £, die große bei 25,5 £. Einen Fishcake (homemade!) bekommst du aber bereits für knapp 12 Pfund.
Aufgrund des Status und auch der Lage ist Poppies oft sehr voll. Ihr solltet also Zeit mitbringen – auch, wenn ihr nur etwas mitnehmen wollt – oder auf Deliveroo setzen, die euch das Essen bringen. Als ich letztes Jahr das letzte mal dort aß, war das Essen okay und die Portionen reichhaltig.



Und zum Schluss – auch weil es einmal eine ganz andere Gegend ist: „The Laughing Halibut„, Strutton Ground. Eine tolle, klassische Pommesbude mit tollem Fisch. Wenn es sich hierbei auch um einen sehr einfachen Imbiss handelt. Es lohnt sich, dort vorbei zu schauen, wenn man eh in der Ecke von Westminster ist. Er wird auch gut von Londonern frequentiert – was immer schon ein Qualitätsmerkmal darstellt. Ideal nach einem Besuch von Westminster Abbey, Big Ben oder den Churchill War Rooms (hier geht´s zum Artikel hier im Blog).
Kleiner Tipp: Secret London hat auch seine Top 9 der Fish and Chips – Shops in central London gekürt. Die Liste ist auch ganz interessant: LINK
Was würde ich für wen empfehlen?
Fish & Chips gehören für mich einfach zu jeder London-Reise dazu. Auch wenn das Gericht inzwischen längst kein Schnäppchen mehr ist, bekommt man für sein Geld meistens große Portionen und echtes britisches Comfort Food. Meine erste Wahl bleibt ganz klar das Seashell of Lisson Grove. Wenn ich aber ohnehin gerade in Soho oder Bermondsey unterwegs bin, esse ich auch dort immer wieder gerne.
| Wenn ihr… | Dann… |
|---|---|
| das beste Gesamtpaket sucht | ⭐ Seashell |
| günstig essen möchtet | ⭐ Johnny’s |
| in Soho unterwegs seid | ⭐ Golden Union |
| Kult erleben möchtet | ⭐ Poppies |
| Westminster besucht | ⭐ Laughing Halibut |
💡 Mein Tipp: Probiert in London ruhig mehrere Fish-&-Chips-Läden aus. Gerade die kleinen Nachbarschafts-Imbisse überraschen oft mehr als die bekannten Touristenadressen.
5 Kommentare zu „Fish and Chips: Meine Favoriten!“