Die London Cable Car – früher Emirates Air Line und später IFS Cloud Cable Car – gehört zu den ungewöhnlicheren Attraktionen der Stadt. Für vergleichsweise wenig Geld schwebt ihr in rund zehn Minuten über die Themse und genießt einen tollen Blick auf die Docklands, The O2 und den London City Airport. Doch lohnt sich die Fahrt wirklich oder ist sie nur eine Touristenattraktion? Ich habe sie ausprobiert.

(Stand: Juli 2026)

Was erwartet mich?

Warum gibt es die Seilbahn?

Der Weg auf die Greenwich Peninsula und damit z.B. zum ehemaligen Millenniumdome (heute The O2) führt euch normalerweise mit der Jubilee Line direkt zum Ziel. Seit den Olympischen Spielen 2012 allerdings existiert eine weitere Verbindung. Seitdem verbindet eine Seilbahn die Royal Docks mit der Greenwich Peninsula und damit zwei der wichtigsten Austragungsorte der Olympischen Spiele 2012 – The O2 und The ExCel.

Die Olympischen Spiele sind schon lange vorbei, die 76 Mio. Euro teure Seilbahn ist aber geblieben und dient heute als Touristenattraktion. Etwa 1000 Meter Luftlinie überbrückt ihr in einer der 34 Gondeln, die maximal 10 Personen aufnehmen können. Eure Fahrt dauert dabei im Schnitt zehn Minuten. Je mehr los ist, desto eher verlängert sich der Trip.

Zahlen, Daten, Tipps zu den Cable Cars

Die Gondeln schweben bis zu 90 Meter über der Themse. So habt ihreinen tollen Blick von St. Paul´s auf der einen Seite, bis zur Thames Barrier auf der anderen. Im Sommer kann man von oben sogar die Wakeboard-Anlage (Wake up Docklands) beobachten – ein ziemlich ungewöhnlicher Blickwinkel. Fast noch spannender ist es, wenn ein Flugzeug im Landeanflug auf den London City Airport scheinbar auf gleicher Höhe vorbeizieht.

Sehr beliebt ist die Seilbahn in den Abendstunden, wenn es schon dunkel ist und die Stadt illuminiert ist. Selbst die Betreibergesellschaft (die tfl, also die gleiche Gesellschaft, die für Busse und Bahnen zuständig ist) betont, dass man auch gerne ein Picknick in den Gondeln machen könne, um sich den Trip zu etwas Besonderem zu machen und dass dies natürlich kein Problem sei.

Ingesamt drei Stehlen tragen die Bahn. Über diese Stützen werden bis zu 2500 Personen in der Stunde transportiert – je nachdem, wie die Gondelbelegungen so hinkommen.

Preise, Anfahrt, Öffnungszeiten

Anfahrt – Wie komme ich hin?

Anfahrt: Ihr erreicht die Docklands-Seite über die DLR. Hier ist die Haltestelle „Royal Victoria“ die Eure. Nach etwa fünf Minuten Fußmarsch seid ihr direkt am Themseufer und damit an der docklandsseitigen Bodenstation (IFS Cloud Royal Docks). Auf der anderen Seite erreicht ihr Greenwich am besten mit der Tube. Die Jubilee Line bringt euch zur Haltestelle „North Greenwich„. Von hier aus ist es auch nicht mehr weit zum Startpunkt (IFS Cloud Greenwich Peninsula).

Was kosten Tickets?

Im Jahr 2024 kostet ein Oneway-Ticket für eine Erwachsenen £ 7 Möchtet ihr in der Gondel sitzen bleiben und direkt wieder zurück zu euerem Ausgangspunkt fahren, seid ihr mit 13,50 dabei. Kinder zwischen 5 und 15 Jahren bezahlen die Hälfte, unter Fünfjährige dürfen kostenlos mitfahren.

Vor nicht zu langer Zeit, war die Seilbahn kostenmäßig Teil des Schienennetzes der tfl. Man musste als Besitzer einer One Way Travelcard (oder entsprechend Oystercard) nur einen kleinen Aufpreis zum Tagesticket zahlen. Diese Vergünstigungen sind mittlerweile leider weggefallen. Auch die günstigen Zehnerkarten für £17 sind Geschichte.

Mittlerweile setzt Transport for London stärker auf Erlebnisangebote. Unter anderem könnt ihr buchen:

  • Nutzt ein Fast Track Ticket (Hin- und Rückfahrt, £25)
  • Fahrt mit den Gondel mit gläsernem Boden (Hin- und Rückfahrt, Fasttrack £25)
  • Lasst euch einen Champagner bei der Fahrt reichen (Hin- und Rückfahrt, Fast Track, £32)
  • Kid´s Activities Pack (Buntstifte, Papierfernglas, Turnbeutel zum Anmalen, £3.50)
  • …

Die und viel mehr könnt ihr zentral online über die Website buchen. Laut Transport for London sind Online-Tickets häufig günstiger als der Kauf direkt an den Stationen. Dort könnt ihr aber auch mit der Oyster-Card bezahlen.

Bleiben noch die Öffnungszeiten. Mit denen verhält es sich wie folgt:

  • Montag bis Donnerstag: 07.00 – 21.00 Uhr
  • Freitag und Samstag: 07.00 – 23.00 Uhr
  • Sonntag und an Bank Holidays: 09.00 – 21.00 Uhr

Am 25. Dezember bleiben die London Cable Cars komplett geschlossen. Bei unklaren Wetterverhältnissen oder falls Reparaturen eine Abschaltung notwendig machen, findet ihr hier immer die aktuellen Informationen.

Lohnt sich eine Fahrt mit den London Cable Cars? Mein Fazit.

Mein Fazit ist etwas geteilt. Ich würde wegen der Bahn – glaube ich – nicht extra in die Gegen fahren. Aber als Abschluss eines Tages in Greenwich und den Docklands mit all ihren Sehenswürdigkeiten (Museum of the Docklands, 0-Meridian, Cutty Sark und vieles mehr -> ein Tag in Greenwich – Best of) kann es durchaus spannend sein. Auch, wenn ihr etwa sowieso im The O2 bei einem Konzert seid, oder die Konzerthalle vom Dach aus bewundert habt, mag es ein gutes Angebot sein. Auch meine Kinder fanden die Fahrt wirklich spannend. Für sie war es ein kleines Highlight (unter den vielen anderen Highlights…).

Mittlerweile haben die Preise deutlich angezogen. Aber wo ist das nicht so? Seilbahnen sind im Allgemeinen nicht ganz billig und auch bereits die Seilbahn zum Koblenzer Schloss kostete bereits 2022 11 € One Way und 14,90 € hin und zurück. Und man muss sagen: Es ist schon ein schickes Erlebnis mit einem tollen Ausblick.

👉 Mein Tipp: Plant die Cable Car nicht als eigenes Ausflugsziel ein. Wenn ihr ohnehin Greenwich, The O2 oder die Docklands besucht, ist sie aber ein schöner und vergleichsweise günstiger Abschluss des Tages.

Hier Noch einmal eine kleine Übersicht:

KategorieBewertung
Preis-Leistung⭐⭐⭐⭐☆
Aussicht⭐⭐⭐⭐☆
Erlebnis⭐⭐⭐⭐☆
Für Kinder⭐⭐⭐⭐⭐
Wartezeit⭐⭐⭐☆☆
Gesamt⭐⭐⭐⭐☆

5 Kommentare zu „Themseüberquerung mal anders: London Cable Cars“

Kommentar verfassen