The Shard, Sky Garden, Monument, The Garden at 120… es gibt viele Möglichkeiten, London von oben zu bewundern und die Weite der Stadt zu genießen. Bei meinem letzten Besuch hat sich für mich ein neue Möglichkeit dazugesellt: Man kann – natürlich professionell gesichert – die Kuppel der O2-Arena in Greenwich hochkraxeln. Oben angekommen hat mein einen schicken Überblick über die Docklands.

  1. Die O2 – Arena
  2. Up At The O2 – wie funktioniert´s?
  3. Was kostet nun der Spaß?
  4. Fazit

Die O2 – Arena

Aber vielleicht sollten wir vorne beginnen… The O2 ist eine Veranstaltungshalle der besonderen Art. Sie misst 365m im Durchmesser und 52m in der Höhe – Maße, die nicht willkürlich gewählt sind, sondern sich an Tagen und Wochen des Jahres orientieren. Die frei tragende Konstruktion der Kuppel ist entsprechend der Jahresmonate auch an 12 Masten befestigt.

Im Konzertsaal finden 20.000 Personen Platz, und er wird von internationalen Größen regelmäßig bespielt. Als ich das letzte mal da war, gaben Kings of Leon gerade zwei Konzerte und kurz vorher gastierten Queen für zehn Shows in der Halle. Neben den Konzerten gibt es in der Halle aber auch noch zahlreiche Restaurants, einen Club, ein Kino oder Outlet-Stores von etwa Nike, Adidas oder Levi´s. Ich war selber etwas überrascht, wie viel hier unter einem Dach zu finden war.

Aber auch rund um The O2 findet sich Einges zu tun. Ob es nun um die Seilbahn über die Themse (die Emirates Airline Cablecar) handelt, die NOW-Gallery oder das Schweberestaurant „London in the Sky„. Die Greenwich Peninulsar ist an ihrem Nordende einen Besuch wert. Ihr erreicht The O2 übrigens mit der grauen Jubilee Line, Haltestelle North Greenwich. Alternativ könnt ihr die Haltestelle Canning Town nutzen bzw. Royal Victoria der Docklands Light Railway (DLR) und dann mit der Seilbahn rüberfahren.

Up At The O2 – wie funktioniert´s?

Etwas links vom Haupteingang der Arena versetzt findet ihr einen Container. Hierhin ist die Kasse von Up The O2! zu finden. Gleichsam finden hier die Einweisung und die Einkleidung statt. Bestenfalls habt ihr festes Schuhwerk dabei. Ist dem nicht so, bekommt ihr ein paar Schuhe gestellt.

Bestenfalls habt ihr eine bestimmt Zeit bereits im Internet gebucht oder reserviert. Wir waren spontan da, hatten wir doch einen London Go Pass und konnten nicht entsprechend reservieren. Wir hatten Glück und bekamen einen Platz in der nächsten Gruppe. Die Abstände zwischen zwei Touren beträgt meist etwa eine halbe Stunde bis Stunde.

Nach einer kurzen Einweisung wurden wir mit Westen, einem Klettergeschirr und ggf. Schuhen ausgestattet. Bevor es aufwärts ging, wurden noch gemeinsam der Klettergurt angelegt, die Funktionsweise erklärt und ein Foto gemacht. Dieses konnte man am Schluss käuflich erwerben. Auf der Tour sind keine großen Fotoapparate oder Rucksäcke erlaubt. Allenfalls eine Pocketkamera oder ein Handy dürfen in der Tasche der Weste mitgenommen werden und auch erst am Ende des Aufstiegs genutzt werden. Die Rucksäcke, Kameras etc. werden in einer Kiste zum Ankunftsort der Tour befördert, läuft man doch einmal über die gesamte Halle.

Der Aufstieg selber ist mit rudimentärer Fitness zu machen. Allein, dass der Weg zur Spitze aus dicken Gummimatten besteht, die natürlich schwingen können, ist nicht für jeden etwas. Auch, wenn der Anfang recht steil aussieht, lässt sich die Passage gut meistern. Nebenbei erhält man auch immer wieder interessante Infos, etwa zu den Docklands oder den Gebäuden rund um The O2.

Oben, auf der Aussichtsplattform angekommen, hat man nicht nur eine wunderschöne 360-Grad-Aussicht. Das Panorama unterscheidet sich auch sehr von den Aussichtspunkten innerhalb der City. Hier sind nicht The Shard oder die der Tower die Landmarks, sondern die Greenwich Power Station oder die Docklands. Auf der Plattform kann man auch Getränke beim Guide erwerben – wenn man möchte. Auch stehen die Führer gerne zum Fotomachen bereit.

Der Abstieg ist fast spannender als der Weg hoch – vor allem an den steilen Stellen. Aber der ist gut machbar. Nach insgesamt etwa 90 Minuten, gibt man zum Abschluss in der Station auf der anderen O2-Seite seine Klettersachen wieder ab, sammelt seine Taschen etc. wieder ein und kann noch passende Devotionalien oder eben die vorher gemachten Fotos kaufen.

Der Weg zurück führt dann durch die O2-Arena mit ihren Restaurants, Clubs und Geschäften. Eine beeindruckende Anlage.

Was kostet nun der Spaß?

Der Preis des Spektakels ist leider recht hoch und bemisst sich vor Allem an der Uhrzeit.

Daytime ClimbSunset ClimbTwilight Climb
Ab 10 Uhr am Wochenende,
in der Woche ab 11 Uhr
Je nach Sonnenuntergang ab ca. 17.30 UhrJe nach Sonnenuntergang ab ca. 19 Uhr
In der Woche ab £35
Am Wochenende ab £40
ab £40ab £37
Kinder kosten im Übrigen genau so viel wie Erwachsene. Ab 8 Jahren darf geklettert werden, bis 17 Jahre nur in Begleitung eines Erwachsenen!

Darüber hinaus könnt ihr auch Specials und Events buchen, etwa den Sekt zum Geburtstag, die Up The O2 Comedy Show oder „Climb and Dine“, die aber in einer sehr eigenen preislichen Liga spielen.

Wir haben uns bei unserem Trip den London GO City Pass / Explorer Pass gegönnt. Hierdurch kann man durchaus mehrere Pfund sparen. Anders als als beim Londonpass, der tageweise einen kostenlosen Eintritt bei allen möglichen Attraktionen ermöglicht, kann man beim GO City Pass die Anzahl der zu besuchenden Sehenswürdigkeiten auswählen. Ein Dreierpass kostet etwa 59 Pfund. Man muss etwas überlegen, wo man den Pass nutzen möchte, wir besuchten den Climb (35 Pfund), den ZSL London Zoo (33 Pfund) und die Shard (ab 28 Pfund). Für Up The O2 gilt aber: Go-Pass-Inhaber können nur in der Woche kostenlos klettern. Die Wochenendtermine müssen regulär bezahlt werden!

Folgende Dinge müsst ihr beim Buchen beachten:

  • Mindestalter: 8 Jahre
  • Mindestgröße: 1,20m
  • Höchstgewicht: 130kg
  • Maximaler Taillenumfang 125cm
  • Schwangeren und Alkoholisierten ist der Zutritt nicht erlaubt.

Fazit

Ein Fazit ist schwierig. Für das Klettern spricht sicherlich der tolle Ausblick. Wenngleich die Tour auch etwas länger sein dürfte und es wirklich keine sportliche Herausforderung ist, sind die Informationen rund um die Arena und die Gegend spannend und die Guides sehr hilfsbereit und nett. Ich selber würde höchstwahrscheinlich nicht £35 oder mehr für diese Tour ausgeben, aber in Kombination mit dem Pass kann man das mal machen, zumal die Arena auch sehr spannend ist und mit dem Emirates Cable Cars durchaus noch ein weiteres (deutlich günstigeres) Highlight wartet und die Gegend wirklich eine tolle Atmosphäre hat.

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