Eigentlich könnte man über das Natural History, Science und auch Victoria and Albert Museum jeweils einen eigenen Beitrag machen. So viel gibt es über diese drei Traditionshäuser in London zu schreiben. Da sie aber alle im Stadtteil South Kensington in direkter Nachbarschaft liegen, bietet es sich an, das auch in einem einzelnen Beitrag abzubilden. Es soll hier also um das Bermudadreieck der Museen Londons gehen. Lohnt sich jeweils ein Besuch? Und wenn ja für wen?

  1. Etwas vorab…
  2. Das Natural History Museum
    1. Was gibt es zu sehen?
    2. Das Museum und seine Geschichte
    3. Gut zu wissen…
  3. Das Science Museum
    1. Was gibt es zu sehen?
    2. Das Museum und seine Geschichte
    3. Gut zu wissen
  4. Das Victoria and Albert Museum (V&A)
    1. Was gibt es zu sehen?
    2. Das Museum und seine Geschichte
    3. Gut zu wissen
  5. Anfahrt, Öffnungszeiten, Eintritt
  6. Fazit

Etwas vorab…

Die drei Museen haben nicht nur die gleichen Bus- und U-Bahnhaltestellen, sondern sind ingesamt sehr groß und imposant. Also, um die erste Frage gleich zu beantworten: ja, es lohnt sich dort hin zu fahren.

Auch, wenn ihr hier Infos zu allen drei Ausstellungsorten findet, so sollte man sich nicht unbedingt vornehmen, sich alle auch an einem Tag anschauen zu können. Allein dir Größe und die Anzahl der Exponate ist schon so gewaltig, dass man mindestens einen Vor- oder Nachmittag einplanen sollte. Mir persönlich geht es zudem so, dass ich nach etwa 2 Stunden oft satt bin und lieber noch ein zweites Mal wiederkomme. Denn wenn man sich ernsthaft mit den Inhalten und Exponaten beschäftigen will, sind zwei Stunden wirklich nicht viel.

Das Natural History Museum

Was gibt es zu sehen?

Wie es für ein Naturhistorisches Museum natürlich zum Pflichtprogramm gehört, können dort viele Tiere – vornehmlich ausgestopfte oder nachgebildete – bewundert werden. Dabei beschränkt sich da Museum aber nicht nur auf die heutige Flora. Eines der in England bekanntesten Exponate – jedes Kind kennt ihn – ist zum Beispiel Dippy der Diplodocus. Wahnsinnig eindrucksvoll thronte einst das Skelett des Riesendinosauriers in der Eingangshalle (Hintze Hall). Mittlerweile wurde es aber abgelöst durch ein Blauwalskelett namens Hope. Dippy wurde aber nach einer Tour durch verschiedene Museen Groß Britanniens wieder in den Schoß der Natural History Familie aufgenommen und ist Star der eigenen kleinen Sonderausstellung. Dippy ist zwar für einen Diplodocus nicht so schwer, aber mit 4,5 Tonnen bringt der Dauergast – 1934 ist er im Museum eingezogen – schon Einiges auf die Waage. Naja… 220 Knochen auf 25 Meter verteilt wiegen schon eine Menge.

Man merkt deutlich, wo es zu der entsprechenden Dinosaurierausstellung geht. Man folgt einfach den Scharen von Kindern. Denn für die jüngsten Besucher ist dieser Teil des Museums einfach der Hit. Jede Menge Saurierskelette, gut gemachte Infotafeln und das eine oder andere interaktive Mitmachelement laden ein. Dabei ist die bewegliche lebensechte Nachbildung eines Tyrannosaurus Rex für die meisten Kinder sehr beeindruckend. Das Modell wurde bereits 1943 fertig gestellt und extra dafür die Halle gebaut, in der nun auch die Saurierausstellung untergebracht ist. In der Weihnachtszeit feiert der T-Ex übrigens mit. Ihm wird dann in der Regel stilecht ein Christmas-Sweater angezogen.

Ingesamt gliedert sich das Museum in die folgenden Bereiche: Life Galleries, Earth Galleries, Darwin Centre und Wildlife Garden. Dabei sind Vor allem die ersten beiden für das Publikum interessant. Während man die Dinosaurier und eine Vielzahl an anderen Tieren in der Life Gallery findet, widmet sich die Earth Gallery mehr der Erde an sich. Über eine Rolltreppe, die durch einen Planeten führt, gelangt man in diese Abteilung des Hauses. Hier ist es spannend, die Entwicklung von Universum (das Museum hat die weltweit größte Meteoritensammlung) oder der Erdkruste zu erkunden. Ganz plastisch werden etwa die Auswirkungen der Plattentektonik im Erdbebensimulator.

Der Wildlife Garden begeistert nicht nur mit über 3000 lebenden Tieren und Pflanzen. Besonders das Schmetterlingshaus mit einer großen Anzahl tropischer Vertreter der Gattung (Biologen würden es Familie nennen) ist beeindruckend. Insekten sind auch das Hauptthema im Darwin-Center (obere Etagen der Haupthalle). Hier findet ihr jede Menge Käfer, Spinnen (wenngleich die ja keine Insekten sind) und natürlich auch wieder Schmetterlinge – dieses Mal aber eher am Spieß. Der Weltbekannte Biologe, Begründer der Evolutionstheorie und Namensgeber dieser Sammlung war auch deren Begründer. Einige Etiketten sind sogar noch von ihm höchst persönlich geschrieben worden!

Man erkennt die verschiedenen Galerien im Übrigen auch an ihrer Farbcodierung:

  • Red Zone: Rund um die Erde
  • Green Zone: Evolution auf der Erde
  • Blue Zone: Alles rund um Dinosaurier
  • Orange Zone: Darwin Center und Wildlife Garden

Genaueres könnt ihr dem Lageplan entnehmen.

Es ist und bleibt ein Museum der großen Zahlen. 80 Millionen Exponate, 300 auch heute noch forschende Wissenschaftler, 5 Millionen Besucher pro Jahr.

Solltet ihr zwischendurch eine Pause benötigen und euer Akku leer sein, kann ich euch nur das Restaurant/Café im Hauptgebäude empfehlen. Trotzwohl es dort immer recht wuselig ist, kann man doch ganz gut durchatmen und das Angebot an Speisen und Getränken ist zwar nicht günstig (wo ist es das schon in London), aber durchaus gut! Vor Allem die Kindermenüs mit Obst, Getränk, Sandwich etc. sind toll!

Das Museum und seine Geschichte

Eines der Highlights des Natural History Museums ist das Gebäude selber. Entworfen und gebaut wurde es von Francis Fowke, aber nach dessen vorzeitigen Tod beendet vom Architekten Alfred Waterhouse. Am 18. April 1881 war es dann soweit und die im erste Sammlung zog in das neuromatische Gebäude ein. Damals war ew noch eine Abteilung des British Museum, was es auch bis 1963 blieb und erst in diesem Jahr eigenständig wurde.

Natural History Museum 1881.JPG
By Unknown author Naama Ferstenfeld – Unknown source Carla Yanni, Nature’s Museums: Victorian Science and the Architecture of Display, 2005, Public Domain, Link

Das imposante Gebäude umweht – wie ich finde – immer ein Hauch von Hoghwarts. Vielleicht ist es auch deshalb immer wieder Teil der Kulisse von mehr oder weniger großen Filmen, wie etwa Jupiter Asending, Paddington Bär, die Legende von Tarzan oder unlängst in Marvel´s Eternals.

Begründet wurde die Sammlung im Übrigen durch Sir Hans Sloane. Der irische Physiker und Naturforscher folgte nicht nur Sir Isaac Newton als Präsident der Royal Society, sondern sammelte über seine Forschungstätigkeit etwa 71.000 Exponate, von denen auch heute noch einige im Museum zu bewundern sind.

Im Jahr 1995 ging auch das Geological Museum of the British Geological Survey im Natural History Museum auf. Beide Häuser wurden zusammengeführt, wodurch die große „Earth Gallery“ entstand.

Gut zu wissen…

Was ist also sinnvoll zu wissen? Zum einen ist das Museum – genau wie die anderen beiden hier vorgestellten auch – kostenlos. Gerne gesehen werden allerdings spenden. Es sind sogar Kreditkartenterminals aufgestellt, an denen ihr zwischen einem und 20 Pfund per Tap spenden könnt. Darüber hinaus gibt es immer wieder hervorragende Sonderausstellungen, die Eintritt kosten. Speziell hierfür könnt ihr hier Tickets buchen. Und das sollte man auch unbedingt im Vorfeld erledigen, da die Schlangen teilweise wirklich lang sein können (gilt auch für Dippy! – wenngleich der kostenfrei zu besuchen ist). Auch könnt ihr auf dieser Seite kostenlose Eintrittskarten buchen. Das ist vor allem an Bank Holidays oder vor den englischen Ferien sinnvoll, da das Museum dort extrem stark frequentiert ist und ihr sonst ggf. anstehen müsst. Ich war bisher schon 4 oder 5 mal dort, aber hatte in dieser Hinsicht noch kein Problem.

Wenngleich der Eingang auch an der Cromwell Road liegt, so ist durch das Haupttor kein Durchkommen. Der Eingang auf das Gelände befindet sich etwas weiter östlich an der Ecke zur Exhibition Road (eine Karte findet ihr unten im Artikel). Auf dem Vorplatz lässt es sich im Sommer aber gut pausieren und im Winter ist dort in aller Regel eine Eisbahn aufgebaut, die für Abwechslung sorgt.

Geöffnet ist das Museum grundsätzlich täglich zwischen 10.00 und 17.50 Uhr. Allein vom 24. bis 26.12. bleiben die Türen geschlossen.

Ach ja… der Youtube-Kanal des Museums gibt einen ganz guten Einblick :)

Das Science Museum

Was gibt es zu sehen?

Es gibt das zu sehen, was der Titel verspricht: Wissenschaft(sgeschichte). Die Frage ist nur, um welche Disziplinen es sich handelt? Die Antwort ist so einfach, wie auch wenig aussagefähig: viele Verschiedene.

Wenn man hereinkommt, wird man auf dem Ground Floor mit Ingenieurskunst konfrontiert. Egal ob Dampfmaschinen, Flugzeuge oder Autos. In der großen Halle findet man jede Menge Exponate und Geschichten dazu. Ebenso findet ihr dort die große Weltraumhalle mit beeindruckenden Raketenmodellen, Landekapseln oder Astronautenanzügen. Besonders viel Spaß hat es mir (und auch meinem Sohn) gemacht, zu versuchen, mit Astronautenhandschuhen eine Mutter auf eine Schraube zu bugsieren. Das ist deutlich schwieriger als angenommen! Insgesamt ist aber die Weltraumabteilung sehr außergewöhnlich und spannend gestaltet. Allein hier könnte ich mich über eine Stunde aufhalten.

Weiter hinten findet ihr auf der Ebene findet ihr eine Mitmach-Area vor Allem für etwas kleinere Kinder, das obligatorische Restaurant und in IMax-Kino, in dem ihr euch 3D-Filme anschauen könnt. Diese kosten allerdings etwa £10 und sollten vorher gebucht werden. Aber auch ohne das Kino ist das Science Museum besuchenswert!

Die oberen Etagen widmen sich auch verschiedenen Themenwelten. Mathematik, Kristalle, Informationstechnologie oder Energie. Ein Highlight ist bestimmt das Wonderab (las ich, da ich noch nicht selber drin war). Auf der dritten Ebene können Kinder im Mitmachlabor selber aktiv werden und für etwa £14 wird man selber zur Wissenschaftler*in (hier buchbar). Natürlich gibt es regelmäßig auch auch weitere Sonderausstellungen, die extra zu buchen sind. Ein Beispiel wäre die interaktive Lounge, mit spielbaren Computerspielen der letzten 50 Jahre.

Sehr nett ist auch der obligatorische Souvenirshop. Hier gibt es nicht nur die passenden Science-Museum-Devotionalien. Ihr bekommt auch jede Menge lustiger Wissenschaftsspielzeuge bzw. Spielzeug für Nerds jedweder Couleur. Einen kleinen Besuch ist er auch jeden Fall wert – liegt der Laden doch (wie so oft) direkt am Ausgang. Einen kleinen Eindruck erhält man bereits im Online Shop.

Einen guten Überblick gibt es in der online – Ausgabe des Lonely Planet, der das Science Museum auch wärmstens empfiehlt.

Das Museum und seine Geschichte

Ursprünglich war das Science Museum als Unterabteilung des British Museum vorgesehen. 1852 wurde von Bennet Woodcroft eine Ausstellung aus der Sammlung der Royal Society of Arts in den Räumen des Victoria an Alber Museums kuratiert. Erst 1893 – viele Jahre und Umbenennungen später – wurde es eigenständig und firmierte von da an unter dem heutigen Namen „Science Museum“. Vollständige Unabhängigkeit erreichte das Museum spätestens im Jahr 1909 mit einem eigenständigen Gebäude. Die heutigen Räumlichkeiten wurden endgültig zwischen 1919 und 1928 bezogen und nach und nach erweitert.

Gut zu wissen

Grundsätzlich gilt zwar auch in diesem Fall, dass der Eintritt kostenlos ist, aber man muss dennoch ein Ticket „pre-ordern„. Das geht aber im Zweifel direkt vor dem Eingang. Die Öffnungszeiten sind dabei täglich von 10-18 Uhr (letzter Einlass ist 17.15 Uhr). Der Eingang befindet sich an der Exhibition Road. (-> FAQ zum Besuch)

Zwar ist das Science Museum von en Besucherzahlen her nicht ganz so erfolgreich wie das Natural History, doch zwischen 2 und 3,5 Millionen Besucher schauen sich die Exponate jährlich an. Für mich ist es auch eines der interessantesten Häuser in der ganz London und so beeindruckend auch die anderen beiden Nachbarn sind, so kurzweilig und interessant finde ich das Science Museum. Aber das ist natürlich die Frage der persönlichen Vorlieben.

Auch dieses Museum hat einen eigenen Youtube-Kanal. Auf dem findet ihr allerlei interessante populärwissenschaftliche Infos zu den Themen des Hauses oder Einblicke hinter die Kulissen. Wirklich sehenswert!

Das Victoria and Albert Museum (V&A)

Victoria and Albert Museum by N Chadwick is licensed under CC-BY-SA 2.0

Was gibt es zu sehen?

Das Victoria and Albert Museum, auch V&A genannt, beherbergt eine immense Sammlung internationaler kunstgeschichtlicher und Designobjekte. Mit 2,1 Millionen Objekten aus zwei Jahrtausenden werden Ausstellungen in bis zu sieben Stockwerken ausgestattet. Ihr findet hier wirklich aus allen Erdteilen historische und etwas aktuellere Exponate: römische Brunnen genauso wie japanische Kleidung, Englische Kirchenaltäre genauso wie europäisches Tafelsilber.

Und entsprechend ihrer Herkunft sind die Objekte auch sortiert. Im Moment findet ihr dort folgende Sammlungen, aus denen das Haus bestückt wird:

  • Architechture
  • Asia (inkl. Islamic art, South Asia und East Asia)
  • Books
  • British Galleries
  • Cast Courts
  • Ceramics an Glass
  • Contemporary
  • Prints and Drwaings
  • Fashion
  • Furniture
  • Jewellery
  • Metalwork
  • Musical Instruments
  • Photography
  • Skulpture
  • Textiles
  • Theatre and Performance

Ihr seht: für jeden Geschmack ist etwas dabei. Ob nun die 1:1-Nachbildung von Michelangelos David, der älteste Teppich der Welt oder das Große Bett von Ware. Möchtet ihr euch bereits einen Überblick über die Exponate machen, könnt ihr euch diese online im Katalog schon einmal anschauen.

Natürlich gibt es auch im V&A regelmäßig Sonderausstellungen, für die Tickets erworben werden müssen. Dazu informiert man sich am besten über die Homepage des Museums.

Das Museum und seine Geschichte

Eigentlich gibt es ja nicht nur ein V&A-Museum. Insgesamt gehören mittlerweile fünf Häuser der Familie an. Zwei in London und jeweils eine in Stratford, Barlaston und im schottischen Dundee. Im Normalfall gehen wir immer von der Abteilung im Museumsdreieck in South Kensington aus.

Gegründet wurde es allerdings 1952 als Museum of Manufactures im Marlborough House, Westminster. Einige Jahre, Umbenennungen und Umzüge später, entstand daraus das Museum of South Kensington am der heutigen Stelle. Am 20. Juni 1857 öffneten sich das erste mal die Türen im Beisein von Queen Victoria. Sie war auch bei der Grundsteinlegung eines Anbaus 1899 zugegen als bekannt gegeben wurde, dass das Museum of South Kensington nun nach ihr und ihrem Mann Albert benannt werden soll.

Von da an blieb der Standort erhalten und auch die Ausrichtung änderte sich nach dem Auszug des Science Museums 1914 nicht mehr wirklich. Durch die Anbauten kamen zu dem victorianischen Prachtbau nicht nur einige Nebengebäude, sondern auch ein Garten und ein zweiter Eingang zur Exhibition Road (inkl. erwähnenswertem Café! hinzu. Ingesamt handelt es sich architektonisch um ein wirkliches Kunstwerk und ist allein deshalb bereits einen Besuch wert – wie allerdings viele Gebäude in London.

Gut zu wissen

Zwischen zwei und vier Millionen Besucher pro Jahr können nicht irren. Wenn ihr euch für Kunstgeschichte und Handwerk interessiert, ist das V&A eine tolle Adresse. Von Fashion über antike Brunnen bis hin zu Ritterrüstungen oder Skulpturen findet ihr alles Mögliche. Ganz witzig ist auch das eigene Wappen, das man sich an einer Mitmachstation machen kann – inkl. der Erklärung der Bedeutung der verschiedenen möglichen Farben und Tiere.

Geöffnet ist das Museum täglich von 10.00 – 17.45 Uhr, an Freitagen sogar bis 22.00 Uhr. Ausgenommen sind wieder die Weihnachtsfeiertage.

Es ist hier nicht nötig, eine Eintrittskarte zu buchen. Allein für die Sonderausstellungen, die zu bezahlen sind, kann das im Einzelfall Sinn machen. Ich hatte aber bei keinem der Besuche das Gefühl, das Haus wäre überfüllt oder könnte nicht noch den einen oder die andere aufnehmen.

Auch hier solltet ihr mindestens zwei Stunden Zeit einplanen, und dann habt ihr einen recht zügigen Gang durch das Gebäude hinter euch. Habt ihr wirklich Interesse an der Materie, plant etwas mehr ein.

Wenn ihr euch ein wenig vorbereiten wollt, tut das doch auf dem Youtube oder Instagram-Kanal des Museum.

Anfahrt, Öffnungszeiten, Eintritt

Ein klassisches Kapitel zu diesen Punkten kann ich in diesem Fall gar nicht schreiben. Die Öffnungszeiten stehen bei den Museen, aber 10-17 Uhr ist eine ganz gute Richtschnur. Auch sind alle drei Museeum grundsätzlich kostenlos. Allein beim Science Museum muss man zumindest eine Eintrittskarte online buchen. So werden sie die Besucherströme etwas steuern. Natürlich findet ihr aber in jedem der drei Stationen auch zu bezahlende Sonderausstellungen. Informiert euch dazu am besten vorher auf den Homepages.

Ihr erreicht die drei Museen zum Einen mit der Tube mit Circle, District oder Piccadilly Line. Die Haltestelle South Kensington ist dann diejenige der Wahl. Haltet euch nördlich, dort beginnt bereits die Exhibition Road, die euch zu allen drei Museen bringt. Alternativ gibt es auch ein Tunnelsystem, über das ihr bei Regen trockenen Fußes zu den Museen kommt. Der oberirdische Weg ist aber deutlich schöner. Ihr findet rund um die U-Bahn-Station und die Exhibition Road hinunter auch einige nette kleine Cafés, Bäckereien etc.

Per Bus könnt ihr bis South Kensington mit den Linien 14, 49, 70, 74, 345, 360, 414, 430 und C1 gelangen. Da habt ihr also auch einige Möglichkeiten.

Habt ihr am Ende des Tages noch Energie übrig, geht die Exhibition Road weiter nordwärts und ihr erreicht ziemlich schnell die Royal Albert Hall und den Hyde Park auf Höhe des King Albert Memorials.

Fazit

Was für ein Bermudadreieck. Drei der weltweit bestimmt besten Museen ihres Faches auf einem Fleck. Dabei sind das Natural History und das Science Museum auch toll für Kinder, das V&A spricht eher das etwas ältere interessierte Publikum an. Ich bin und bleibe Fan der drei Häuser. Es ist immer wieder imposant zu sehen, was die Briten in Sachen kostenloser Kultur zu Stande bringen. Und diese drei Museen sind Paradebeispiele dafür.

Seid ihr also naturwissenschaftlich oder kunsthistorisch interessiert, gehören diese Anlaufpunkte sicherlich zum Pflichtprogramm bei einem Londonbesuch. Ich würde dabei aber immer in kleineren Dosen vorgehen. Mehr als zwei dieser Highlights pro Tag sollte man lieber nicht machen, das wird zu viel.

Allerdings gibt die Gegend auch einiges mehr her, sodass ein Besuch in einem der Ausstellungstempel gut mit etwas Anderem verbunden werden kann. wir schon erwähnt sind Hyde Park und Royal Albert Hall um die Ecke. Auch Harrod´s liegt nur zwei Bushaltestellen entfernt. Auch nicht weit weg liegen der Holland Park und das Design Museum und zwei U-Bahnhaltestellen finden Doctor Who – Fans eine blaue Polizeinotrufzelle (Haltestelle Earl´s Court).

Ein großartiges Erlebnis für uns war der Afternoon Tea im Ampersand Hotel (ziemlich direkt an der Haltestelle South Kensington). Hier bekommt ihr zwei Tee-Arrangements geboten. Im etwas legereren Kellercafé geht es – passend zum Natural History Museum – um Dinos. Im etwas feineren Erdgeschoss wird ein vom Science Museum inspirierter High Tea serviert. Die Qualität der Tees und der Leckereien dazu sind wirklich exzellent, genau so wie der Service. Hier kann man ohne Probleme einen anstrengenden Tag ausklingen lassen.