Bow Street Police Museum – von den Bow Street Runners zur Metropolitan Police

Um es direkt vorweg zu nehmen: Das Bow Street Police Museum ist keines der riesigen Museen in London, in denen man sich stundenlang aufhalten kann. Ist man aber sowieso in der Gegend rund um Covent Garden, kann man hier gut einige Zeit verbringen. Denn eines hat es mit den Großen gemein: es ist sehr liebevoll gemacht!

Gegenüber der Royal Opera findet ihr den Eingang zum Bow Street Police Museum. Es ist 2021 in den ehemaligen Räumlichkeiten der Polizeiwache Bow Street eröffnet worden (also noch recht neu). Die Originalräumlichkeiten sind es auch, die das Museum spannend machen und ihm viel Flair verleihen. In etwa fünf Räumen – vier davon sind die ehemaligen Zellen – wird die Geschichte der Polizeistation erzählt: Angefangen wird bei den Bow Street Runners, nur mit Pfeifen und Stöcken bewaffneten Zivilisten, die rund um Covent Garden von Beginn des 18. Jahrhunderts an versuchten für Ruhe in den Straßen zu sorgen. Weiter geht die Geschichte über die Eingliederung in die Metropolitan Police 1839, bis hin zum Schließen der Wache im Jahr 1992. Insgesamt werden 111 Jahre Geschichte dargestellt – immer aber an konkreten Beispielen und einzelnen Personen. Man lernt so nicht nur prominente ehemalige Gefangene kennen, wie Oscar Wylde oder Augusto Pinochet, sondern auch ehemalige „Bobbys“ kommen zu Wort und nehmen euch mit auf die Straßen Covent Gardens. Besonders spannend fand ich dabei die Geschichte des ersten farbigen Officers (1967) und der ersten chinesischen Polizistin zu Beginn der 1980er.

Wie eingangs bereits erwähnt, ist das Museum keines für das man lange Zeit einplanen muss. Aber es ist ein zur Abwechslung sehr entspanntes Museum – 6 Pfund Eintritt (Kinder bis 12 Jahren sind sogar umsonst) sind auch kein wirklicher Hinderungsgrund. Ihr müsst zwar derzeit Timeslots buchen, da aber nicht immer viel los ist, kann das auch recht kurzfristig geschehen. Wir hatten sogar Glück und durften eine Stunde vor unserem Slot rein – und es blieb sogar Zeit für eine nette Unterhaltung mit den Angestellten. Nichts desto Trotz hält das Museum einige interessante Geschichten bereit – unter anderem, warum die Farbe der Laternen von Gericht und Police-Station anders ist als bei allen anderen Wachen…

Mein persönliches Highlight war übrigens die Besuchertoilette, die auch in einer Zelle untergebracht ist.

Günstig ist übrigens wirklich die Lage. Direkt an Covent Garden gelegen, habt ihr hier die Möglichkeit, die Besuch mit vielen anderen Highlights zu verbinden. dazu zählen neben Covent Garden selber auch das London Transport Museum, zahlreiche Instagram-Places (Neals Yard, Floral- oder Conduit Court) oder das Museum der Freimaurer. Ihr seht also: von Shopping über Fotos bis hin zu großer und kleiner Kultur findet ihr hier alles!

Nebenbei: Geht ihr am Royal Opera House entlang, findet ihr auf der rechten Seite vier von den roten Telefonboxen – ein schönes Fotomotiv!

Nun aber zur Übersicht:

Öffnungszeiten:
Freitag-Sonntag 11.00-16.30 Uhr

Anfahrt:
Tube: Covent Garden (Piccadilly Line), Charing Cross (Northern Line -> 10 Minuten zu Fuß)
Bus: Aldwych / Drury Lane (6, 9, 11, 15, 26, 76, 87, 172, 243, 341); Lancaster Place (1, 59, 68, 168, 188)

Kosten:
Eintritt Standard: £ 7
Eintritt ermäßigt: £ 4,5
Kinder < 12 Jahren: frei
–> Tickets buchen (auch Kinder!)
–> Homepage

Prädikat: Nice to visit!

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