Klein aber fein, das ist die Devise des Bank of England Museums. Und genau dort findet man das Museum auch: im Gebäude der Bank of England. Thematisch befasst es sich mit der Geschichte der englischen Notenbank, aber auch wichtige Geldthemen wie etwa die Inflation werden thematisiert. In einer Sonderausstellung bis Februar 2024 wird auch die Rolle der Bank beim Sklavenhandel beleuchtet. Hat man mal eine Stunde nichts zu tun, ist es durchaus ein interessantes kleines Museum.

  1. Anreise
  2. Worum geht es in dem Museum?
  3. Lohnt sich ein Besuch?
  4. Übersicht

Anreise

Der Weg ins Museum ist gar nicht so leicht zu finden. Zumindest ist der Eingang schnell zu übersehen. Das BoE-Museum liegt er zwar innerhalb des Gebäudes der Bank of England, jedoch erfolgt der Zugang über eine Seitenstraße – die Bartholomew Lane. Die Anreise erfolgt per tube am besten über die Haltestelle Bank (Central, Northern, and Waterloo & City lines, and Docklands Light Railway (DLR)), alternativ aber auch über z.B. Monument oder Canon Street (District and Circle lines).

Wenn ihr lieber mit dem Bus unterwegs seid, dann ist auch die Haltestelle Bank diejenige der Wahl. Sie wird von relativ vielen Buslinien bedient und ihr findet die aktuellen Linien entweder beim tfl (transport for London), oder lasst euch etwa von google eine Verbindung routen.

Worum geht es in dem Museum?

Wie oben schon erwähnt, hat das Museum zwei Schwerpunkte. Zum Einen gibt es einen Überblick über die Entwicklung der Notenbank in England – von den ersten Überlegungen bis hin zum heutigen Betrieb. Dies geschieht vornehmlich anhand alter Bilder, Münzen oder Einrichtungsgegenstände. Menschen, die sich für diese Materie interessieren, ist es spannend. Aber für alle weiteren Besucher ist dieser teil recht schnell abgehakt. Etwas spannender ist der zweite Teil, in dem es um das aktuelle Währungs- und Finanzsystem geht. Als ich da war, gab es gerade eine Ausstellung zum Thema Inflation, die für Kinder und erwachsene ganz spannend und interaktiv gemacht war. Auf einem in die Halle gebauten Schiff war man quasi der Kapitän. Als solcher musste man den Kahn zu die stürmische Finanzsee steuern und konnte lernen, was Inflation überhaupt ist, wie sie sich äußert, etc.

Darüber hinaus gibt es noch Infos zum Finanzsystem heute. In diesem Zusammenhang könnt ihr auch einen ziemlich gut gesicherten Goldbarren versuchen anzuheben… Das ist eigentlich das heimliche Highlight des Museum. Darüber hinaus gibt es immer noch eine Sonderausstellung. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs, setzte sich diese mit der Rolle der Notenbank im Rahmen von Empire und Sklaverei auseinander – ein derzeit in England sehr aktuelles Thema.

Lohnt sich ein Besuch?

Tja… das ist eine gute Frage. Ich persönlich fand das Museum ganz gut. Aber ich bin auch affin zu den präsentierten Inhalten. Ich glaube aber, dass das Museum schon zumindest das Prädikat „nett“ verdient und einen Abstecher wert ist, wenn man sich in dem Stadtteil bewegt. Der kostenlose Audioguide (über das eigene Handy) ist ganz gut gelungen. Wenngleich die Geschichte der Bank nicht so sonderlich spannend präsentiert wird, gelingen die anderen Ausstellungsteile doch ganz ansprechend.

Ich würde auf jeden Fall – wenn ich dort in der Gegend bin – einen kleinen Abstecher machen, zumal das Museum auch kostenlos ist. Ein Stündchen kann man sich dort gut aufhalten. Mehr geht natürlich immer, aber dann müsst ihr schon ein genuines Interesse an der Materie mitbringen ;o)

Übersicht

Anreise: per U-Bahn oder Bus, Haltestelle „Bank“ (Central, Northern, and Waterloo & City lines, and Docklands Light Railway (DLR))

Adresse: Bartholomew Ln, London EC2R 8AH

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 10 – 17 Uhr (nicht an Bank Holidays)

Eintrittspreis: kostenlos

Ein Kommentar zu „Wenn´s ums Geld geht: Bank of England Museum

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