London ohne Streetfood? Kaum vorstellbar. Klar, der Borough Market nahe der London Bridge (nicht zu verwechseln mit der Tower Bridge!) ist wohl der bekannteste Vertreter seiner Zunft, dicht gefolgt vom Camden Market. Aber die Stadt hat kulinarisch noch deutlich mehr zu bieten. Im Blog habe ich euch ja bereits den Leather Lane Market oder den Maltby Street Market vorgestellt.
Heute kommt ein weiteres kleines Highlight dazu, das oft unter dem Radar läuft: der Southbank Centre Food Market (Stand 01/26).
Was erwartet mich?
Direkt hinter dem Southbank Centre – der großen Kultur- und Veranstaltungshalle am Südufer der Themse – findet ihr diesen vergleichsweise kleinen, angenehm entspannten Foodmarkt. Noch ist er kein klassischer Touristenmagnet, was ihn umso sympathischer macht.
Wie bei vielen guten Streetfood-Märkten in London erwartet euch hier eine hochwertige, kreative Küche zu fairen Preisen. Die meisten Gerichte liegen zwischen 5 und 12 Pfund, was für diese Lage wirklich moderat ist.







Kulinarisch geht es einmal um die Welt:
Äthiopische Spezialitäten, indische Currys und knusprige Onion Bhajis, mexikanische Wraps, türkische Gözleme oder fluffige koreanische Bao Buns. Wer es klassischer mag, wird ebenfalls fündig – Sandwiches, Smash-Burger, Pasta und Pizza stehen genauso auf dem Menü. Kurz gesagt: Die Auswahl ist groß genug, dass wirklich jeder etwas findet. Natürlich findet ihr auch vegetarische und vegane Produkte.
Eine kleine Popup-Bar rundet das Ganze ab. Hier könnt ihr euch mit eurem Essen hinsetzen und ein Pint genießen. Allerdings sind die Plätze hier überschaubar. Wer mag, nimmt sich das Essen einfach mit, setzt sich an die Themse oder nutzt einen der vielen öffentlichen Plätze rund um das Southbank Centre für eine entspannte Mittagspause.
Eine aktuelle Übersicht aller Stände findet ihr übrigens auf der offiziellen Seite des Marktes.
Aber auch dieses Video gibt euch einen kleinen Überblick über die Stände vor Ort:
Eines solltet ihr bedenken: Wie auf so vielen Märkten in London, ist auch dieser weitgehend bargeldlos. Da ihr aber sowieso nicht ohne eine Kreditkarte nach London reisen solltet, dürfte das kein Problem sein.
Öffnungszeiten
Die Öffnungszeiten sind leider etwas eingeschränkt, denn der Markt findet nur am Wochenende statt.
Im Frühling und Sommer geht es freitags ab 11 Uhr, samstags und sonntags ab 12 Uhr los.
Im Winter fällt der Sonntag weg, dafür haben die Stände bis 21 Uhr geöffnet – genug Zeit also für ein spätes Abendessen mit Blick aufs Wasser.
Lohnt sich das Ganze?
Ganz ehrlich: Nur für den Food Market würde ich keine eigene Anreise planen – es sei denn, ihr seid echte Foodies.
Seid ihr aber ohnehin auf der Südseite der Themse unterwegs, ist der Southbank Center Food Market eine klare Empfehlung.
Natürlich „muss“ man einmal über den Borough Market geschlendert sein. Aber persönlich finde ich hier das Essen vielfältiger, entspannter und günstiger. Vor allem bezahlt man nicht den großen Namen mit – und genau das macht den Markt so angenehm.
Dazu kommt: Die Umgebung hat unglaublich viel zu bieten. In unmittelbarer Nähe liegen unter anderem:
- das Southbank Centre (inklusive des berühmten „singenden Aufzugs“)
- der Southbank Book Market unter der Brücke
- das London Eye
- Shrek’s Adventure
- Gabriel’s Wharf und der Oxo Tower
- die Tate Modern
- Shakespeare’s Globe Theatre
Auch ein Spaziergang von der Tower Bridge bis zum Westminster Palace lässt sich perfekt mit einer Essenspause hier verbinden.
Als mein Sohn und ich letztes Jahr vor Ort waren, hatten es uns besonders die mexikanischen Wraps und das äthiopische Lamm angetan – absolute Empfehlungen. Genauso wie der Markt insgesamt.





Wie komme ich hin?
Am einfachsten erreicht ihr den Southbank Center Food Market über die Tube-Station Waterloo (Bakerloo, Jubilee, Northern Line). Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß Richtung Themse.
Alternativ bieten sich auch Embankment oder Westminster an – vor allem, wenn ihr den Markt mit einem Spaziergang über die Brücken verbinden wollt.