Wenn ich meinen Urlaub plane, muss ich selbstverständlich auch immer mein Budget mitdenken. Entsprechend ist es sinnvoll, sich Gedanken darüber zu machen, wie viel Geld man einplanen muss. Dabei kann ich meine Tage durchaus unterschiedlich gestalten, habe ich doch einen gewissen Grad an Fixkosten und einen gewissen Grad an variablen Kosten, die anfallen, je nachdem, wie ich meinen Aufenthalt plane. (Stand 05/25)
- Die Kostenübersicht
- Die Fixkosten: Wohnen, Transport, Verpflegung
- Die Variablen Kosten: Sehenswürdigkeiten, Shopping, Snacks
- Fazit

Die Kostenübersicht
Grundsätzlich schaue ich in diesem Beitrag auf durchschnittliche Kosten. Diese sind natürlich in Teilen extrem davon abhängig, wie ich z.B. das Programm gestalten möchte oder wie meine Verpflegungsrituale sind. Vor Allem ist aber entscheidend, ob ich alleine Reise oder zu zweit in einem Doppelzimmer nächtige. Da Doppelzimmer in der Regel genau so viel kosten wie Einzelzimmer, ist eine Doppelbelegung eine deutliche Ersparnis. Darüber hinaus gehe ich von einer viertägigen Reise aus, wohl der Standard für Städtereisen. Hier gilt natürlich: Je länger der Besuch, um so geringer der pro Tag – Anteil des Fluges.
Hier aber erst einmal eine Übersicht über die wichtigsten Budgetpunkte:
Entsprechend muss ich in etwa mit 159 Euro pro Tag rechen, wenn ich alleine reise und den Flug nicht einrechne. Zu zweit in einem Zimmer reduziert sich das Ganze auf etwa 99 Euro.
Aber nun zu den einzelnen Punkten und wie sie sich zusammensetzen:
Die Fixkosten: Wohnen, Transport, Verpflegung
Grundsätzlich muss ich jeden Tag für eine Unterkunft, Verpflegung und Transport in der Stadt sorgen. Beim Transport ist es einfach. In der Regel reicht es, die Tube zu nutzen. Somit seid ihr beim daily cap (der automatischen Höchstgrenze) für die Zonen 1 und 2 bei einem Limit von £8,90. Wenn ihr im Flughafen Heathrow ankommt, nutzt die Tube oder die Elisabeth Line, das wird auf euer daily cap angerechnet, wodurch ihr in einer Mischkalkulation mit etwa 10 Pfund pro Tag gut versorgt seid. Kommt ihr allerdings in Heathrow oder Gatwick an, müsst ihr höhere Transportkosten einkalkulieren (s. hier).
Wohnen und Verpflegung können natürlich sehr unterschiedlich hoch ausfallen. Mit £120 für ein Doppelzimmer, rangiert das Preisniveau in etwa auf Höhe der Travelodge-Hotels. Je nachdem, an welchen Tagen ihr fahrt (Freitag und Samstag sind die teuersten Tage) und auf wie viel Komfort ihr Wert legt, seid ihr aber auch schnell bei 150 oder 160 Pfund pro Übernachtung. Da lohnt es sich, zu zweit zu fahren. Das spart enorm viel Geld. Bei der Verpflegung ist es ähnlich. Restaurant- oder Pub-Besuche sind deutlich teurer und ihr müsst schnell £20-25 für einen Abend bzw. eine Malzeit einrechnen (allein ein Pint Bier kostet regelmäßig 5-6 Pfund). Aber wenn ihr mit Streetfoodmärkten und Supermärkten klar kommt, sind £25-30 realistisch.

Die Variablen Kosten: Sehenswürdigkeiten, Shopping, Snacks
Sehenswürdigkeiten gibt es in London meist in zwei Ausprägungen: Sie sind kostenlos oder recht teuer. So muss man für viele Weltklassemuseen oder Ausstellungen genau so wenig zahlen, wie etwa für den Wachwechsel oder das Foto am Piccadilly Circus (eine Aufstellung kostenloser Programmpunkte findest du z.B. in diesem Beitrag: London on a budget). Will ich aber St. Pauls besichtigen, ein privates Museum (z.B. das Jack the Ripper Museum) besuchen oder die Shard hinauf, sind £15-30 Pfund als Eintrittsgeld schnell weg. Entsprechend sind die hier angegebenen £15 auch als Mischung zwischen teuren und kostenlosen Sehenswürdigkeiten zu sehen.
Wie hoch euer Budget für Shopping und Mitbringsel sein muss, ist zudem eine höchst individuelle Entscheidung. Hier könnt ihr irgendwo zwischen null Pfund und quasi unendlich liegen. Das kommt auf euch und eure Pläne für die Reise an.
Ein wenig Geld solltet ihr immer in Reserve haben, alleine um zwischendurch mal einen Kaffee zu trinken, sich im Supermarkt mit Wasser zu versorgen oder auch mal einen der berühmten Schokoriegel von Cadbury´s zu probieren.

Fazit
London ist und bleibt ein teures Pflaster. Und alle Angaben hier sind eher konservativ gerechnet. Viel geringer sollte euer Budget nicht ausfallen. Natürlich könnt ihr auch an der einen oder anderen Ecke sparen. Aber dann müsst ihr ggf. genauer planen. Hierzu empfehle ich noch einmal den Beitrag „London on a budget„.
Nichts desto trotz ist die Stadt eine Reise wert. Ich war bereits mit einem schmalen Budget vor Ort und musste am letzten Tag genau schauen, wofür ich noch Geld übrig habe und auch bereits mit einem etwas größeren Budget. Beides funktioniert und hat seinen Reiz. Billig allerdings wird die Reise leider nie.
Wenn ihr andere oder gleiche Einschätzungen habt, schreibt mir gerne in die Kommentare. Passen die Vorgaben (noch) oder welche Erfahrungen habt ihr so gemacht?