Etwas außerhalb der City liegt der Stadtteil Hampstead. Hier verbirgt sich nicht nur der riesige Park Hampstead Heath, sondern auch der berühmte Highgate Cemetary. Das alleine sind zwei gute Gründe, der Gegend mal einen Besuch abzustatten.

  1. Hampstead und Hampstead Heath
  2. Der Highgate Cemetary
  3. Fazit

Hampstead und Hampstead Heath

Der Stadtteil Hampstead liegt im Norden Londons. Er hat seinen eigenen Charme und wirkt nicht mehr ganz so großstädtisch, wie etwa Paddington oder Kensington. Nichts desto trotz ist es einer der durchaus von wohlhabenden Bewohnern geprägter Stadtteil. Angeblich findet man dort die höchste Millionärsdichte in ganz Großbritannien. Dass man entsprechend viele bekannte Einwohnerinnen und Einwohner in diesem Viertel vorzugsweise hat, liegt spätestens dadurch auf der Hand. Eine Liste findet ihr hier. Aber um einige Beispiele zu nennen: Edgar Wallace, Elizabeth Taylor oder Sting gehörten zu den Einwohnern. Auch ist mit 134 Metern über N.N. der höchste Punkt Londons in diesem Stadtteil zu verzeichnen. Das ist sogar 6 Meter höher als das Kreuz auf der St. Pauls Kathedrale.

Nicht ganz so hoch, nämlich auf 96 Metern, liegt Parliament Hill. Der Aussichtspunkt im zum Stadtteil gehörenden Park „Hampstead Heath“. Von hier aus hat man einen großartigen Ausblick über die City-Skyline und in die angrenzenden Stadtteile. Der Park ist unter Anderem einer der Gründe, warum Hampstead so beliebt ist. Sowohl als Wohngegend, als auch als Ausflugsziel für stadtmüde Londoner.

Er misst insgesamt 320 Hektar. Das ist jede Menge Platz für Spaziergänge, Joggingrunden oder Picknicks. Zahlreiche Spielplätze für Kinder sind genau so zu finden, wie auch ein Lido (Schwimmbad) und drei Badeseen: Während das Lido, sowie der Kennwood Ladies Pond und der Highgate Men´s Pond ganzjährig geöffnet sind, könnt ihr den Hamstead Mixed Pond nur in der Sommersaison nutzen. Die Seen könnt ihr dabei derzeit für £4,70 nutzen, das Lido kostet – je nach Tageszeit – ein Eintrittsgeld zwischen £4,70 und £8,20.

Ein weiteres kleines Highlight ist die Hill and Garden Pergola im Norden des Parks. Ursprünglich im Jahr 1906 für Lord Leverhume angelegt, ist sie heute im Besitz der Stadt und ist öffentlich zugänglich. Wer sich für Gardening interessiert, wird hier fündig.

Anreise: So oder so ist der Park aber auch ob seiner Ruhe und Weitläufigkeit einen Besuch wert. Je nachdem, wo ihr in den Park „einsteigen“ wollt, kommt am Besten mit der Overground, Haltestellen „Hampstead Heath“ und „Gospel Oak“ , dorthin. Mit ein paar Minuten Laufen ist die Haltestelle „Hampstead“ verbunden, die von der tube mit der Northern Line bedient wird.

Der Highgate Cemetary

Etwas weiter östlich, aber durchaus ganz in der Nähe von Hampstead Heath befindet sich der weltbekannte Friedhof Highgate Cemetary. Bereits im Jahr 1839 wurde dieser eröffnet. Und es kam schnell in Mode, sich auf diesem Friedhof beerdigen zu lassen. So schnell, dass bereits knapp 20 Jahre später – nämlich 1856 – das bereits etwa 6 Hektar große Gelände um weitere 8 Hektar erweitert wurde. Entsprechend gibt es auch heute noch von einander abgetrennt, den West- und den Ostteil. Und selbst heute noch, wird dieser alte Friedhof als ein solcher genutzt und man kann sich dort beerdigen lassen.

Vor Allem die Westseite ist voll mit viktorianischen Prachtgräbern und -krypten. Es ist beeindruckend, durch diesen Teil zu wandern. Besonders bekannt und besuchenswert ist die „Egyptian Avenue“. Aber auch der Ostteil hat seinen Reiz. Auch hier gibt es große und beeindruckende Grabmale und fast verwunschen anmutende Wege. Im Ostteil findet man als Prominente „Bewohner“ unter Anderem Karl Marx oder den Schriftsteller Douglas Adams (Per Anhalter durch die Galaxis; man darf gerne einen Kugelschreiber da lassen). Auch der ehemalige Sex Pistols Manager Malcolm McLaren liegt im Ostteil begraben. Im Westteil haben etwa Charles Dickens oder der Chemiker und Phyhsiker Michael Faraday ihre letzte Ruhestätte gefunden. Wenn ihr nach einem bestimmten Grab sucht, könnt ihr entweder die am Eingang erhältlichen Karten nutzen, oder ihr sucht bereits vorher bei „find a grave“: Ost und West.

Beide Teile sind immer noch durch die Swain´s Lane getrennt, über die man auch zu den zwei Eingängen gelangt. Die nächste Haltestelle der U-Bahn ist dabei Archway (Northern Line). Von dort aus ist es entweder ein viertelstündiger Fußmarsch durch den Waterlow Park, oder ihr kürzt ein wenig mit der Buslinie C1 bis Brookfield Park ab. Aber auch dann benötigt ihr (laut google) etwa 11 Minuten von der Tube-Haltestelle aus.

Was fehlt noch? Ach ja: die Eintrittspreise. Ihr habt die Auswahl, ob ihr beide Friedhofshälften besuchen wollt. Dann kostet der Eintritt für Erwachsene £10, für Kinder unter 18 Jahren £5 und Kinder unter 8 dürfen das Gelände ohne Eintritt betreten. Habt ihr weniger Zeit oder wollt nur zu Karl Marx´ Grab, so könnt ihr auch Tickets, ausschließlich für den Ostteil für £7/3,50/0 erwerben.

Fazit

Sowohl Hampstead Heath als auch Highgate Cemetary sind durchaus einen Besuch wert. Als kleine Tour bin ich an der Overground-Haltestelle gestartet und über Parliament Hill bis zum Friedhof gewandert. Von dort aus ging es durch den auch sehr schönen Waterlow Park zurück zur Haltestelle Archway. Zwischen einem halben und einem ganzen Tag kann man hier entspannt verbringen. Je nachdem, wie sehr man sich in den Parks verlieren möchte.

Wenn ihr also im Sommer oder allgemein bei gutem Wetter in der Stadt seid, schaut gerne vorbei. Der Blick vom Parliament Hill ist großartig und wenn ihr eine Badehose/einen Badeanzug dabei habt, sind die Badeteiche wirklich traumhaft. Für mich ein Ausflug aus der Stadt, der sich sehr lohnt.

Vom Waterlow Park bis Archway:

Hinterlasse einen Kommentar